Nideggen: Leichenhalle soll zum Jugendtreff umgebaut werden

Von: gkli
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Nideggen. Die Bestattungskultur im Land hat sich geändert, viele Abläufe werden über Beerdigungsinstitute abgewickelt, Urnenbestattungen werden immer beliebter. Leichenhallen an den Friedhöfen dagegen werden zunehmend nicht mehr genutzt, etwa die Leichenhalle in Nideggen an der Alten Kirche.

Daher stellte die Verwaltung eine Anfrage an den Kreis, die Halle aus der bisherigen Nutzung herausnehmen zu dürfen. Im Stadtgebiet existieren noch sieben weitere Leichenhallen. Die Voranfrage wurde inzwischen positiv beschieden.

Zudem verhandelt die Stadt mit den St.-Sebastianus-Schützen, die das Gebäude gerne übernehmen und nach Umbauarbeiten einer neuen Nutzung zuführen möchten. Die Halle an der Alten Kirche wurde 1976 fertig gestellt. In 2013 wurde sie noch sieben Mal für eine Trauerfeier genutzt, in 2014 noch fünf Mal.

Aufgebahrt wurden in 2013 noch drei Verstorbene, in 2014 kein Verstorbener mehr. Schwierigkeiten macht inzwischen auch das defekte Kühlsystem. Wie Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer berichtet, nahmen die St.-Sebastianus-Schützen mit der Verwaltung Kontakt auf, nachdem sie von der Nutzungsänderung der Halle aufgrund einer Ausschusssitzung gehört hatten.

Siegfried Schröder, Vorsitzender der Schützen, sagt zu den Plänen: „Sollte es nach Abstimmung in unseren Reihen zu einem Vertragsabschluss mit der Verwaltung kommen, dann möchten wir die Halle zu einem Materiallager und einem Jugendtreff umbauen.“

Sponsoren gesucht

Eine komplette Heizung müsste für rund 200 Quadratmeter eingebaut werden, ebenso sanitäre Anlagen. Auf den Verein, dem 130 Mitglieder angehören, könnte eine Investitionssumme von 50 000 Euro zukommen. Siegfried Schröder sagt dazu: „Wir hoffen auf Sponsoren.“ In einem Monat, so der Vorsitzende weiter, könnte der Vertrag unter Dach und Fach sein, dann könnte mit den Maßnahmen begonnen werden.

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