Vettweiß - Nicht genug Kinder für die Realschule Vettweiß

Nicht genug Kinder für die Realschule Vettweiß

Von: smb
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Vettweiß. „Es sieht so aus, dass wir nicht genügend Kinder für den Realschulstandort Vettweiß haben“, sagte Vettweiß‘ Schulamtsleiter Karl-Heinz Hassel am Freitag auf Nachfrage der DZ. Die verlängerte Anmeldefrist für die Karl-von-Lutzenberger Realschule, die die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Stadt Zülpich aufbauen wollte, ist offiziell zwar erst in der Nacht zu Ende gegangen, die Entwicklung zeichnete sich aber schon zuvor deutlich ab.

Die Anmeldefrist war verlängert worden, weil die Gemeinde hoffte, dass sich noch Kinder, die an Gesamtschulen abgelehnt wurden, anmelden würden. Genaue Zahlen nannte Hassel nicht, die Differenz scheint aber groß zu sein. 50 Schüler wären für einen Start der Schule erforderlich gewesen. Damit steht Vettweiß wohl ohne weiterführende Schule da. Das Auslaufen der Hauptschule war vom Rat beschlossen worden. Die bereits angemeldeten Kinder könnten laut Gemeindeverwaltung in Zülpich beschult werden.

Volker Franzen, Fraktionsvorsitzender der CDU, zeigte sich angesichts der Entwicklung und der „sehr großen Diskrepanz“ zur Elternbefragung in der Planungsphase „überrascht“. „Ich bin überzeugt, dass wir mit der Realschule ein gutes Angebot geschaffen haben. Es ist schade, dass es nicht angenommen wurde.“

Für die CDU-Fraktion sei die politische Entscheidung für diesen Weg aber kein Fehler gewesen. Franzen bezweifelt, dass man mit anderen Kooperationen einen Standort in Vettweiß hätte sichern können. Man wolle die Situation nun detailliert analysieren und dann in einer baldigen Sitzung des Schulausschusses über das weitere Vorgehen diskutieren – auch darüber, ob man im kommenden Jahr einen weiteren Versuch starten wolle.

„Die Situation, wie sie sich gestern Mittag darstellte, ist unbefriedigend und erschreckend“, kommentierte SPD-Fraktionschef Jürgen Ruskowski. Es scheine, als würden die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Am Montag will seine Fraktion das Thema besprechen. Ruskowski spricht sich für eine Ausschusssitzung in der kommenden Woche aus.

„Obwohl die Umfragen darauf hindeuteten, dass es genügend Kinder geben würde, hat es leider nicht geklappt“, sagte BI-Vorsitzender Henning Demke. Er führt die schwierige Situation für die Schulstandorte vor Ort auf Versäumnisse auf höheren politischen Ebenen zurück.

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