Düren - Neujahrskonzert: Von Lampenfieber keine Spur

Neujahrskonzert: Von Lampenfieber keine Spur

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Spielte virtuos: die junge Pianisten Anarita Hitaj beim Neujahrskonzert der Capella Villa Duria. Foto: Schmitz

Düren. „Feux d´artifice”, ein Werk von Claude Debussy gab es als Zugabe. Zuvor hatte das Publikum im vollbesetzten Haus der Stadt schon ein „Feuerwerk” erlebt.

Im Mittelpunkt des Neujahrskonzert der Cappella Villa Duria stand die erst 15-jährige Anarita Hitaj, die einen glänzenden Eindruck als Solistin des Konzerts für Klavier und Orchester Nr.2 f-moll von Frederic Chopin hinterließ.

Voll des Lobes war daher auch ihr Förderer, der Langerweher Pianist Heribert Koch, der als Mitglied einer international besetzten Jury beim Wettbewerb „Pianist i Ri” in Albanien das Talent kennen lernte und seitdem die Ausbildung übernommen hat. Für die junge Albanerin war der Auftritt im Theater Düren ihr Orchesterdebüt.

Hilfreich zur Seite stand ihr Johannes Esser, musikalischer Leiter und Dirigent des Sinfonieorchesters der Cappella Villa Duria, der es verstand, das Orchester, zu zügeln oder auf Begleitung zu reduzieren, damit das Spiel der Pianistin volle Wirkung entfalten konnte. Es war imponierend, wie Hitaj das Werk interpretierte. Nichts war von Lampenfieber zu spüren, sondern mit einer scheinbar inneren Ruhe spielte sie den Solopart, ließ ihre Virtuosität erkennen.

Tiefe Gefühle und Poesie

„Flinke Finger” reichen alleine nicht aus, um Chopin gerecht zu werden. Emotionalität ist erforderlich, um dem Konzert, das von tiefen Gefühlen und Poesie durchzogen ist, sein Bedeutung zu geben. Das Publikum war beeindruckt von der Art, wie die Pianistin, trotz ihrer noch jungen Jahren, sich diesen Herausforderungen stellte, zeigte mit starkem Gefühl und immensen Ausdruck was das Werk des polnischen Komponisten auszeichnet.

Begonnen hatte der Konzertabend mit russischer Musik. Mit der Ouvertüre zur Oper „Ein Leben für den Zaren” von Michael Glinka, zeigte die Cappella Villa Duria schon, warum das Konzertforum, wie es Gisela Hagenau in ihrer Moderation formulierte, „keine Konkurrenz aus umliegenden Städten scheuen muss”.

Walzer und Polka bestimmten den zweiten Teil des Konzertes, träumerische Glückseligkeit und schwungvolle Tänze. Leichtigkeit war angesagt, zum Mitsummen und Mitklatschen, von der Ouvertüre aus der Operette „Der Zigeunerbaron” bis zur „Annen-Polka” und dem traditionellen Schluss des Abends dem „Kaiserwalzer”.
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