Neujahrsempfang: Larue fordert konsequenten Sparkurs

Von: cl/sps
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Regenschirme in Stadtfarben gab es als Dankeschön für die Vereinsvertreter beim Empfang in Schloss Burgau. Foto: Schröder

Düren. Bürgermeister Paul Larue hat beim Neujahrsempfang der Stadt Düren an die Bezirksregierung in Köln appelliert, die ernsthaften Sparbemühungen der Stadt zu honorieren. „Wir könnten es uns einfach machen, die Verantwortung von uns weisen und uns im Nothaushalt einrichten”, sagte Larue am Mittwoch im Rathausfoyer vor Vertretern von Dürener Behörden, Einrichtungen und Verbänden.

Stattdessen sei die Mehrheit im Stadtrat bis zur äußersten Grenze dessen gegangen, was noch verantwortbar ist. Wenn die Bezirksregierung dem Dürener Sparpaket dennoch weiter die Genehmigung verweigere, dann wisse er nicht, ob dieser Mut im Stadtrat noch einmal aufgebracht werden könne.

Larue erinnerte daran, dass die Stadt seit dem Jahr 2000 bereits vier große Sparrunden hinter sich gebracht hat. Die Wirtschafts- und Finanzkrise habe aber Klüfte wieder aufgerissen, die man bereits geschlossen wähnte. Auch der nun deutlich spürbare Aufschwung ändere nichts daran, dass Düren das im vergangenen Jahr beschlossene Sparpaket konsequent umsetzen müsse.

„Wie schwer das ist, haben wir ja bereits erfahren. Wenn Kinder vor dem Rathaus für den Erhalt ihrer Schule kämpfen, geht das auch an mir nicht spurlos vorüber”, betonte Larue. Die Schließung von Hallen und Schulbädern sowie die Belastung der Bürger durch höhere Steuern nannte der Bürgermeister als weitere „schmerzhafte Maßnahmen”, an denen aber kein Weg vorbeiführe.

Dennoch gebe es keinen Grund zur Mutlosigkeit. Nicht zuletzt dank der Konjunkturpakete von Bund und Land könne auch 2011 in Düren investiert werden. Die Sanierung der Hauptfeuerwache, sieben neue Spielplätze und die Erneuerung des Museumsumfeldes nannte Larue als Beispiele. Letztere biete eine Möglichkeit für die Stadt, sich wirklich städtisch zu zeigen, reagierte er auf kritische Stimmen und betonte: „Düren ist kein Dorf, und wir sollten uns nicht kleiner machen als wir sind.”

„Die Vereine und Verbände sind die Schirme, die niemanden im Regen stehen lassen”: Mit Regenschirmen in den Stadtfarben hatte sich Larue am Abend zuvor beim Neujahrsempfang in Schloss Burgau bei den Ehrenamtlichen bedankt. „Sie sind die Familie derer, die das Leben in der Stadt gestalten”, rief ihnen Larue zu. „Mit hoher Kompetenz, hohem Einsatz und viel Herzblut.”

Larue gefiel sich in der Rolle des Schirmherrn. „Unter dem Schirm in Stadtfarben braucht niemand im Regen zu stehen”, gab er den über 300 Vereins- und Verbandsvertretern mit auf den Weg.
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