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Neujahrsempfänge stehen unter dem Eindruck von Hass und Terror

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Am Mittwoch begrüßte Bürgermeister Paul Larue Vertreter von Behörden zum Neujahrsempfang im Rathaus. Foto: Abels
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Am Dienstag gab er Vereinsvorständen auf Schloss Burgau einen Einkaufskorb voller Wünsche in „dieser von Hass, Gewalt und Terror geprägten Zeit“ mit auf den Weg. Foto: Abels

Düren. „Selten hat ein Jahresende, hat ein Jahresbeginn so zwiespältige Gefühle ausgelöst wie dieses Mal“, begrüßte Paul Larue (CDU) am Mittwoch die Vertreter von Behörden und Institutionen zum Neujahrsempfang im Rathaus-Foyer. Hass, Terror und die auch in Düren spürbare Eskalation der Gewalt stimmen auch ihn nachdenklich.

Larue sicherte der Polizei und den Ordnungskräften seine ganze Unterstützung zu: „Sie haben unsere volle Rückendeckung verdient.“ Als skandalös bewertete der Bürgermeister die verbalen Attacken gegen diejenigen, die die Werte des Rechtsstaates verteidigen – zuletzt aus Reihen der Grünen gegen die Kölner Polizei nach der Silvesternacht.

Jeder Bürger sei gefordert, die Werte des Grundgesetzes zu verteidigen, betonte Larue mit Blick auf Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und soziale Verantwortung.„Unsere freiheitliche, demokratische Gesellschaft muss wehrhaft sein und jeden Tag gelebt werden.“

Und Larue nahm auch die in Deutschland Schutz suchenden Flüchtlinge in die Pflicht: „Wer bei uns und mit uns leben will, muss diese Werte akzeptieren.“ Larue griff in diesem Zusammenhang ein Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann auf: „Unser Grundgesetz ist ein großes Angebot.“

Mit Blick auf die Stadt Düren kündigte Larue an, am Sparkurs festhalten zu wollen und alles daran zu setzen, auch 2018/19 einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren. Trotzdem werde investiert – in Schulen, Kitas, den Ausbau der Lehrschwimmbecken und in neue Wohngebiete. „Wir müssen aber auch den sozialen Wohnungsbau und die Altbausanierung forcieren“, kündigte er an.

Dienstagabend auf Schloss Burgau hatte Larue den gut 400 Vertretern der Vereine bei deren Neujahrsempfang einen Korb gegeben. Dies freilich nicht im sprichwörtlichen Sinne, sondern de facto. Der Einkaufskorb ist das neueste Präsent der Stadt, das hervorragend zur Einkaufsstadt Düren passe, betonte Larue. „Wir wollen auch in Zukunft die Einkaufsstadt der kurzen Wege zwischen Köln und Aachen bleiben.“ Und er forderte die Dürener auf, ihren Teil zum Erhalt des breiten Angebots im Einzelhandel beizutragen und in Zukunft das eine oder andere Mal auf einen Kauf im Internet zugunsten der fachlichen Beratung vor Ort zu verzichten.

Larue wäre aber nicht Larue, hätte er die Bedeutung des Korbs nicht auch kulturgeschichtlich eingeordnet – vom Weidenkorb, in dem der Überlieferung nach Moses als Baby ausgesetzt wurde, bis hin zum Förderkorb im Steinkohletagebau.

Und er legte verbal einige Wünsche in den Korb, die er den Vereinsvertretern in „dieser von Hass, Gewalt und Terror geprägten Zeit“ mit auf den Weg gab. „Bleiben Sie besonnen, gelassen und nüchtern“, forderte Paul Larue mit Blick auf die vielen falschen Behauptungen, die vor allem in Sozialen Netzwerken im Internet kursieren. „Handeln Sie verantwortlich, entschlossen und verteidigen Sie die Werte unserer Grundordnung.“

Schließlich legte der Bürgermeister auch „Mitmenschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Offenheit“ in den Korb. Die feigen Terroranschläge dürften nicht dazu führen, dass „wir uns in unserer Lebensweise einschränken lassen“.

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