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Neujahrsempfänge: Larue fordert positiveren Blick auf die Stadt

Von: Jörg Abels
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Neujahsrempfang im Doppelpack: Dienstagabend sprach Bürgermeister Paul Larue vor Vereinsverantwortlichen, am Mittwoch vor Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Ein dritter Empfang für karitativ und sozial engagierte Verbände und Organisationen folgt am Donnerstag. Foto: Jörg Abels

Düren. Bürgermeister Paul Larue erinnerte beim traditionellen Neujahrsempfang an „zwei fast schon historische Ereignisse“ im Dezember und richtete den Blick nach vorne: „Der endlich begonnene Bau der Ostumgehung wird Tausenden Entlastung und infrastrukturelle Verbesserungen für die Wirtschaft bringen“, betonte der Bürgermeister am Mittwoch.

Larue verwies auf den ersten Haushaltsausgleich nach 23 Jahren, „um den uns viele Städte beneiden“, und der neue Perspektiven eröffne.

Dabei stehe auch 2014 die Familienpolitik mit der Einrichtung weiterer U3-Gruppen in den Kitas, der Verbesserung der Standards in den offenen Ganztagsschulen und der Ausweisung neuer Baugebiete im Mittelpunkt, verbunden mit altersgerechten und generationenübergreifendem Wohnen. Larue erhofft sich vom Masterplan Impulse zur Weiterentwicklung der Innenstadt, die zentral für die Bedeutung Dürens als Mittelzentrum sei.

„Vielleicht haben wir hier in der Vergangenheit zu sehr den Fokus auf Handel und Einkaufen gelegt.“ Larue kündigte deshalb an, auch die Themen Leben, Wohnen und Freizeit stärker in den Blick zu nehmen. Dass zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls von Einwohnern und Besuchern nachgebessert werden müsse, verschwieg der Bürgermeister nicht und verwies auf die Einrichtung eines neuen Ordnungsdienstes, aber auch auf die verstärkte aufsuchende Jugendarbeit.

Eine gute Nachricht hatte er für alle Kunstinteressierten. Das Papiermuseum soll neu konzipiert und barrierefrei für die Bedürfnisse von Sehbehinderten und Blinden umgebaut werden. In diesem Zusammenhang machte Larue deutlich, dass die Stadt beim Thema Inklusion nicht bei Null anfange, dass schon in der Vergangenheit vieles auf den Weg gebracht wurde.

Schon am Dienstagabend hatte Larue 280 Vertreter von Vereinen und Verbänden zum Neujahrsempfang auf Schloss Burgau eingeladen. Er dankte den ehrenamtlich tätigen Männern und Frauen für ihr Engagement, das viel dazu beigetragen habe, die Lebensqualität in der Stadt mit unzähligen Veranstaltungen auch in Zeiten knapper Kassen und schmerzlicher Einschnitte zu erhalten.

„Viele Jahre haben sie die Lasten gespürt, die kurz vor Weihnachten zum sehnlichst erwarteten Haushaltsausgleich geführt haben“, betonte Larue. „Aber es hat sich gelohnt. Wir sind wieder Herr im eigenen Haus. Aber er machte auch deutlich, dass der eingeschlagene Weg der Haushaltsdisziplin beibehalten werde. „Man kann nur so viel ausgeben, wie man im Säckel hat“, warnte Larue vor neuen Begehrlichkeiten.

Das sei im Rathaus nicht anders als im Verein, schließlich wolle auch kein Vorstandsmitglied einen überschuldeten Club an seine Nachfolger übergeben. Mit Blick auf die 2014 anstehenden Jahrestage – 100 Jahre Ausbruch des Ersten, 75 Jahre Entfesselung des Zweiten Weltkriegs und 70 Jahre Zerstörung Dürens am 16. November – forderte Larue, die Städtepartnerschaften zu pflegen. Damit sich Geschichte nicht wiederhole, gelte es, Freundschaften zu schließen und niemanden auszuschließen. Er betonte aber auch, dass die 1944 in der Stadt gerissenen Wunden noch heute zu spüren sind und mitverantwortlich für die oftmals mangelnde Identifikation mit der Stadt seien.

Der Bürgermeister würdigte einmal mehr die große Aufbauleistung nach der Zerstörung. In diesem Zusammenhang forderte er alle Dürener auf, einen „dankbareren und liebevolleren Blick auf die Stadt zu haben“.

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