Kleinhau - Neues Konzept: Zweiter Anlauf Richtung Sekundarschule

Neues Konzept: Zweiter Anlauf Richtung Sekundarschule

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
Das neue Konzept soll die Zuku
Das neue Konzept soll die Zukunft Kleinhaus als Standort einer weiterführenden Schule sichern. Foto: Johnen

Kleinhau. Im zweiten Anlauf wollen Hürtgenwald, Monschau und Simmerath die Schullandschaft der Nordeifel umgestalten. Scheiterte das erste Modell - eine Sekundarschule mit drei Standorten à zwei Zügen - vor den Sommerferien am Einspruch des Schulministeriums, präsentierten die Bürgermeister am Dienstag eine neue Lösung.

Zum Schuljahr 2013/14 soll eine Sekundarschule mit dreizügigem Hauptstandort in der Elwin-Christoffel-Realschule in Monschau beginnen. Kleinhau wird zum gleichen Zeitpunkt ein zweizügiger Teilstandort.

Die Zukunft Kleinhaus als Standort einer weiterführenden Schule wäre damit gesichert. „Schulfachlich gibt es keine Bedenken”, ist Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter überzeugt. Nur die Politik müsse noch zustimmen. Am 25. September werden alle Räte ab 18 Uhr parallel tagen, die Fraktionsspitzen wurden bereits informiert. „Wir muten unseren Räten einiges zu”, räumte Hürtgenwalds Verwaltungschef Axel Buch ein. „Das Konzept ist aber mehrheitsfähig”, sprach er von positiven Signalen aus der Politik.

Während die Gemeinde Hürtgenwald ihren Schulstandort sichert, wird die Stadt Monschau Verzicht üben müssen. Das Konzept sieht vor, zunächst einen Schulzweckverband zu gründen, dem alle weiterführenden Schulen in kommunaler Trägerschaft angehören. Startet die Sekundarschule 2013/14 noch in der Monschauer Realschule, soll dieser Standort zum Schuljahr 2015/16 aufgegeben werden. Die auslaufende Realschule und die bereits angelaufene Sekundarschule sollen dauerhaft in Simmerath angesiedelt werden.

Wegen der geringen Schülerzahl ist geplant, bereits ab dem Schuljahr 2013/14 die Hauptschulen Monschau-Roetgen und Simmerath für die auslaufende Zeit bis zum Schuljahresende 2017/18 am Standort Simmerath zusammenzuführen. Auf der anderen Seite soll sich Simmerath an der Finanzierung des Monschauer Gymnasiums beteiligen. Als Kooperationspartner der Sekundarschule in der Oberstufe sind das St.-Michael-Gymnasium Monschau und das Franziskus-Gymnasium Vossenack vorgesehen. Mit Roetgen soll weiter über eine Beteiligung am Schulzweckverband verhandelt werden. Der Städteregionsrat hat die Kommunen bei der Ausarbeitung des Konzeptes beraten.

„Wir haben alle ein hohes Maß an Kompromissfähigkeit gezeigt, um eine tragfähige, dauerhafte Lösung zu finden”, warb Margareta Ritter um Unterstützung des Konzeptes. „Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass alles so bleiben kann wie es ist.” Angesichts sinkender Schülerzahlen sei eine „grenzübergreifende Kooperation” der einzige Ausweg. Das Auslaufen der Realschule sei zudem ein „weicher Übergang” und ermögliche es den Lehrern, sich mit der neuen Situation in Ruhe auseinanderzusetzen. Die Details müssten noch in Ruhe ausgearbeitet werden, bis zum 30. November allerdings müsse die Sekundarschule beantragt werden.

Einen Namen hat die neue Schule noch nicht. Der Arbeitstitel lautet Schulzweckverband Nordeifel. „Irgendwann wird es aber passieren, dass die Eltern, Schüler und Lehrer über die Sekundarschule Kleinhau reden”, sagt Axel Buch. Und über die Sekundarschule Simmerath. Für Karl-Heinz Hermanns (Simmerath) klingt das gut: „Wir müssen der Demographie Rechnung tragen und unserer politischen Verantwortung gerecht werden.”
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