Neues Berufsbildungszentrum der Rurtalwerkstätten eröffnet

Von: kin
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Im neuen Berufsbildungszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte in Düren sind Lernen und Arbeiten in hellen, modernen Räumen möglich. Foto: kin

Düren. „Trotz des schlechten Wetters ist das heute ein Frühlingstermin. Weil hier etwas sehr Schönes aufgeblüht ist.“ Lobende Worte von Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU).

Die Rutalwerkstätten und deren Geschäftsführerin Sabine Stephan hatten am Dienstag zur Eröffnung des neuen Berufsbildungszentrums (BBZ) auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte Peill & Putzler an der Rurstraße in Düren eingeladen, und der Bürgermeister gehörte zu den zahlreich erschienenen Gästen.

Knapp 1000 Quadratmeter ist das moderne und barrierefreie Gebäude mit Platz für Schulungsräume, Werkstätten und Kantine groß. Kreishandwerksmeister und Unternehmer Gerd Pelzer, dem das Glashüttengelände seit 2002 gehört, hat knapp 1,4 Millionen Euro für das Berufsbildungszentrum investiert, die Rurtalwerkstätten mieten den neuen Komplex.

35 Plätze für psychisch Kranke

35 Männer und Frauen mit einer psychischen Erkrankung werden dort auf ihr Berufsleben vorbereitet. Sechs Gruppenleiter und ein Sozialarbeiter betreuen sie.

27 Monate dauert die Ausbildung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung bei den Rurtalwerkstätten, die meisten Auszubildenden sind zwischen 30 und 45 Jahre alt. Die berufliche Qualifizierung erfolgt in den Bereichen Holz, Elektrotechnik, Verpackung und Montage, EDV, Druckerei und Gastronomie. Ziel ist es, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten der behinderten Menschen zu erkennen und den Teilnehmern möglichst viel Entwicklung und Entfaltung zu ermöglichen.

In der Regel bleiben die Auszubildenden auch nach der Qualifizierung bei den Rurtalwerkstätten. Nur einem kleinen Teil gelingt der Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Sabine Stephan: „Bisher haben wir die Ausbildung in unseren Arbeitsbereich in den einzelnen Werkstätten integriert. Jetzt können wir uns endlich voll und ganz auf die berufliche Bildung der Leute konzentrieren. Räumlich und konzeptionell haben wir ganz neue Möglichkeiten. Somit werden wir unserem Bildungsauftrag jetzt noch besser gerecht.“ Wünschenswert, ergänzt die Geschäftsführerin, sei ein ähnliches Berufsbildungszentrum für die Menschen mit geistiger Behinderung, die ebenfalls bei den Rurtalwerkstätten arbeiten. Stephan: „Das ist unser nächstes Projekt.“

Grundsätzlich sei eine Erweiterung auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte möglich. Stephan: „In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich schon eine Werkstatt für Menschen mit psychischer Erkrankung. Im Sommer wird unsere Abteilung Garten- und Landschaftsbau ebenfalls auf dem ehemaligen Glashüttengelände ein neues Domizil beziehen. Wir werden demnächst mit den Planungen für ein weiteres Berufsbildungszentrum beginnen.“

Bürgermeister Paul Larue betonte, dass es in kaum einer Stadt vergleichbarer Größe so viele gute Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung gebe wie in Düren. „Das gibt unserer Stadt ein menschliches Gesicht“, sagte Dürens Bürgermeister am Dienstag. „Aber es ist zugleich auch Verpflichtung.“ Inklusion laute das entscheidende Stichwort. „Wir brauchen ein großes Netzwerk in alle Dürener Stadtteile, das den behinderten Menschen eine echte Teilhabe ermöglicht. Die Rurtalwerkstätten haben insgesamt sechs Zweigstellen in Düren, Niederzier und Kreuzau. Gearbeitet wird dort in den Bereichen Verpackung, Holz, Mechanik, Blech, Küche, Wäscherei/Heißmangel, Garten- und Landschaftsbau sowie Druckerei und Buchbinderei.

Mit weit über 1000 Mitarbeitern (davon 840 betreute Beschäftigte) gehören die Rurtalwerkstätten zu den größten Arbeitgebern im Kreis Düren.

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