Neuer Verein: Die Vergangenheit für die Zukunft bewahren

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Franz Erasmi, Dirk Hürtgen, Dr. Hermann Courth und Günter Esser (v. l.) wollen einen Heimat- und Geschichtsverein für Vettweiß gründen.

Vettweiß. Vereine, die sich mit der Geschichte ihrer Heimat befassen, gibt es viele. Vettweiß allerdings ist in diesem Punkt bislang ein weißer Fleck auf der Landkarte. Das soll sich ändern. Günter Esser, Franz Erasmi, Dirk Hürtgen und Dr. Hermann Courth haben den ersten Schritt getan: Sie wollen einen Heimat- und Geschichtsverein gründen. Für kommenden Dienstag, 22. Januar, 18 Uhr, laden sie zur Informations- und Gründungsversammlung in die Bürgerbegegnungsstätte hinter dem Rathaus ein.

„Viele Unterlagen und Dokumente aus vergangenen Zeiten sind im Zweiten Weltkrieg zerstört worden“, weiß Günter Esser. Dabei sei viel Wissen verlorengegangen. Günter Esser interessiert sich schon lange für die Geschichte seiner Heimat. Und das hat auch schon sein Vater, der ehemalige Bürgermeister Josef Esser, getan, der sich um das Archiv der Gemeinde kümmerte und eine private Sammlung begonnen hatte. Esser wird diese Sammlung einbringen, sein Mitstreiter Courth hat ebenfalls schon einiges zusammengetragen.

Sie setzen auf das Interesse anderer Vettweißer und hoffen, dass diese vielleicht kleine Schätze beisteuern können, die in Kellern und auf Speichern schlummern. Die Informationen der Mistreiter sowie die des Gemeindearchivs sollen die Basis für die Arbeit des Vereins sein. „Vettweiß hat eine interessante Geschichte und sie ist es wert, aufgearbeitet und präsentiert zu werden“, sagt Dirk Hürtgen.

Dass das Interesse an der Geschichte des Ortes groß ist, daran lassen die Gründer keinen Zweifel. Viele Neubürger zum Beispiel würden gerne wissen, welche Geschichte hinter einem Gebäude oder einem Straßennamen steckt. „Und auch junge Menschen kann man, wenn man es gut macht, für Geschichte begeistern“, ist Esser überzeugt. Der zu gründende Heimat- und Geschichtsverein würde sich nach den Vorstellungen der Begründer mit vielen Epochen der Geschichte auseinandersetzen. Esser könnte sich für die nähere Zukunft aber auch vorstellen, dass man sich mit der Zeit des Nationalsozialismus befasst und Zeitzeugen zu ihren Erinnerungen befragt, um das Wissen für die Zukunft zu bewahren.

Bei der Versammlung am Dienstag wird unter anderem Historiker Bernd Hahne vom Stadtmuseum Düren anwesend sein. Erfahrene Heimatkundler werden den Vettweißern beim Aufbau des Heimat- und Geschichtsvereins Ratschläge geben und Einblicke in die Arbeit ähnlicher Gruppen bieten. Darüber hinaus soll während der Versammlung ein kommissarischer Vorstand gewählt werden. Dann gilt es, eine Satzung zu entwickeln und einen Raum für den Verein zu finden.

Wer sich vorab informieren möchte, kann dies bei Günter Esser unter Telefon 02424/7691 tun.

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