Düren - Neuer Verbandsvorstand spricht vom „Traumjob“

Neuer Verbandsvorstand spricht vom „Traumjob“

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Dürens Bürgermeister Paul Larue (l.) begrüßte als Verbandsratsvorsitzenden den neuen Vorstand Joachim Reichert. Foto: Abels

Düren. Sein erster Weg hat Dr. Joachim Reichert am Montag ins Dürener Rathaus zu Paul Larue (CDU) geführt. Der Bürgermeister ist Vorsitzender des Verbandsrats des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER), der den 53-Jährigen zum neuen WVER-Alleinvorstand berufen hat. Am 1. Juni tritt Reichert die Nachfolge von Professor Wolfgang Firk an, der 16 Jahre lang die Geschicke des WVER leitete.

Dann aber ging es für den promovierten Ingenieur, der an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen und an der TU Darmstadt Siedlungswasserwirtschaft studiert hat, direkt an seine künftige Wirkungsstätte an der Eisenbahnstraße.

Von dort aus kümmern sich 560 Mitarbeiter um alle wasserspezifischen Fragen im deutschen Einzugsgebiet der Rur. Dieses hat eine Fläche von mehr als 2000 Quadratkilometern zwischen Heinsberg und Hellenthal, Aachen und Düren mit rund 1,1 Millionen Einwohnern. Dazu gehören die Sicherung des Trinkwassers, der Hochwasserschutz, die Abwasserreinigung und die Renaturierung.

„Wir freuen uns, mit Joachim Reichert wieder einen ausgewiesenen Wasserwirtschaftsfachmann als Vorstand gewonnen zu haben“, betonte Larue, „der regional und bundesweit gut vernetzt ist.“ Knapp 40 Bewerbungen um die Vorstandsnachfolge waren beim WVER eingegangen, die Wahl Reicherts im Verbandsrat erfolgte einstimmig.

Der gebürtige Koblenzer hat die Arbeit eines Wasserverbandes seit 1996 beim Viersener Niersverband kennengelernt, bei dem er von 2000 bis 2009 als Abteilungsleiter für die abwassertechnischen Anlagen zuständig war. 2010 wechselte der 53-Jährige als Leiter Planung und Bau zu den Berliner Wasserbetrieben, wo er seitdem mit einem jährlichen Investitionsvolumen von 250 Millionen Euro für die Bautätigkeit im Bereich der Trink- und Abwassernetze verantwortlich zeichnet.

„Jetzt wieder für ein ganzes Flussgebiet verantwortlich zu sein, ist eine ganz neue Herausforderung“, betont Reichert, der von einem „Traumjob“ spricht, auf den er gezielt hingearbeitet habe und den er gerne langfristig ausfüllen möchte.

Zu den größten Herausforderungen in den kommenden Jahren zählt er die weitere Renaturierung der Rur und ihrer Nebenflüsse im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die inhaltliche Diskussion um die Entfernung von Spurenelementen (zum Beispiel Arzneimittel) aus dem Abwasser, der Umgang mit der Frage von Rückhaltesystemen für Regenwasser und die Klärschlammverbrennung, die ab Mitte der 2020er Jahre aufgrund der notwendigen Phosphorrückgewinnung nur noch in eigens für diesen Zweck errichteten Anlagen erfolgen darf.

Angesichts des Ausscheidens vieler erfahrener Mitarbeiter will Reichert den WVER als „attraktiven Arbeitgeber“ positionieren und alles daransetzen, dass die kommunalen und gewerblichen Mitglieder „die Vorteile ihrer Mitgliedschaft erkennen“.

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