Düren - Neuer Sicherheitsdienst soll ab März auf Streife gehen

Neuer Sicherheitsdienst soll ab März auf Streife gehen

Von: Jörg Abels
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Ab März soll das Dürener Ordnungsamt einen SOS-Dienst einrichten. Foto: stock/Steinach

Düren. Die Dürener sollen sich in ihrer Stadt wieder sicherer fühlen. Mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2014/2015 hat der Stadtrat am Mittwochabend endgültig auch „grünes Licht“ für die Einrichtung eines SOS-Dienstes für mehr Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit gegeben.

Thomas Floßdorf, CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Initiator der Idee, geht davon aus, dass bereits ab März täglich Doppelstreifen im Stadtgebiet patrouillieren werden, teilweise auch in Begleitung eines Polizisten.

Das siebenköpfige Außendienst-Team des Ordnungsdienstes wird dafür um drei Mitarbeiter erweitert. Das war eines der Kernanliegen der CDU in den Haushaltsberatungen. Im Sommer soll dann auf Wunsch von SPD, FDP und Grünen noch ein Streetworker das SOS-Team ergänzen, der unter anderem die Drogenszene im Auge haben und Treffpunkte von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufsuchen soll.

„Die SOS-Mitarbeiter werden eine gut erkennbare Uniform tragen“, kündigt Floßdorf an, sie dürfen Personalien feststellen, Platzverweise erteilen und Übeltäter bis zum Eintreffen der Polizei festsetzen. Auch auf Wildpinkler und achtlos ausgespuckte Kaugummis werden sie achten, bei Bedarf auch Knöllchen verteilen. Werktags zwischen 8 und 20 Uhr werden die Teams unterwegs sein, an Wochenenden auch schon mal bis nachts um 2 Uhr.

Kein Thema war für die CDU die von der Verwaltung vorgeschlagene Anschaffung eines zweiten Radarwagens. Das Fahrverhalten werde von Polizei, Kreis und Stadt schon genug kontrolliert, war die CDU überzeugt. Credo der Haushaltsberatungen insgesamt: „Wir wollten den Bürger nicht weiter belasten“, betont Floßdorf.

Dazu passt die Absage aller Fraktionen an die von Kämmerer Harald Sievers alternativ zur Diskussion gestellte Gewerbesteuererhöhung. Vor allem die vielen mittelständischen Betriebe sollen nicht zusätzlich belastet werden. Im Übrigen sind Verena Schloemer (Grüne) und Ulf Opländer (SPD) überzeugt, dass die Gewerbesteuer wie schon in früheren Jahren auch 2014 deutlich besser sprudeln wird als vom Kämmerer prognostiziert. Sievers wettete prompt dagegen.

Und was bringt der Doppelhaushalt den Dürenern noch? Da ist zum Beispiel die Arbeit der Ehrenamtler in den Bürgerhäusern Gürzenich und Merken, die jährlich mit 12.000 Euro unterstützt wird. Auch die „freie Kulturszene“ kann erstmals mit städtischen Zuschüssen in Höhe von 5000 Euro rechnen. Das war den Grünen ebenso wichtig die Bereitstellung von jeweils 35.000 Euro für Lückenschlüse im Fahrradnetz. Auch die Stadtentwicklung soll forciert werden.

Vom Masterplan über das Klimaschutzkonzept bis hin zur der SPD besonders wichtigen Reorganisation des Stadtmarketings sollen verschiedene Gutachten in Auftrag gegeben werden. Auch für den auf 2015 verschobenen Neubau des Toiletten- und Service-Gebäudes auf dem Annakirmesplatz stehen Planungskosten in 2014 zur Verfügung.

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