Lendersdorf - Neuer Mobilisationsstuhl: Senkrecht zur schnelleren Heilung

Neuer Mobilisationsstuhl: Senkrecht zur schnelleren Heilung

Von: fjs
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Da spielt Dr. Seren Erol gerne
Da spielt Dr. Seren Erol gerne die Demonstrationsperson: Der Mobilisationsstuhl, den Dr. Martin Steinhoff (l.) vorführt, ist für Fey Teso, Oberarzt Herbert Breuer sowie Verwaltungsleiter Renardo Schiffer eine wichtige Hilfe auf dem Weg zur Heilung der Patienten. Foto: Schröder

Lendersdorf. „Das ist derzeit der Mercedes unter den modernen Hilfsmitteln”, schwärmt Dr. Martin Steinhoff. Der Chefarzt der Radiologie am St. Augustinus Krankenhaus in Lendersdorf ist auch Vorsitzender des Fördervereins der Radiologie.

Und dieser Verein hat den „Mercedes” angeschafft: Der Mobilisationsstuhl, wie das 13 352 Euro teure Gerät heißt, wird eingesetzt zur Förderung der Bewegungsfähigkeit immobiler und bettlägeriger Patienten.

Universell einsetzbar

Ganz einfach ausgedrückt: Patienten, die aus welchen Gründen auch immer längere Zeit bettlägerig waren oder sind, können mit diesem hoch modernen Gerät aus der waagerechten Lage wieder schonend in die Senkrechte gebracht werden.

Besonders geeignet ist dieser Mobilisationsstuhl für Schlaganfall-Patienten, er kann aber auch in der Orthopädie oder auf anderen Stationen eingesetzt werden. „Theoretisch ist es durchaus möglich, Patienten damit in die Cafeteria oder die Hauskapelle zu fahren”, weiß Fey Teso, Leiterin der Physiotherapie, die Einsatzbreite dieses besonderen Stuhles zu schätzen. Aus medizinischer Sicht wissen Dr. Steinhoff und Herbert Breuer, Oberarzt in der Neurologie, die Vielseitigkeit der Anwendungen dieses Mobilisationsstuhles herauszustellen. „Die Patienten sollen schnell wieder gehen können. Dazu ist es erforderlich, sie vorsichtig aber frühzeitig an die aufrechte Stellung heran zu bringen”.

Gleichgewichtsorgan gewöhnen

Das Gleichgewichtsorgan muss sich wieder an die senkrechte Körperstellung gewöhnen. Das muss und kann langsam gehen, so die Mediziner. „Je schneller der Patient mobilisiert ist, desto besser verläuft die Genesung”. Nun ist es nicht so, dass es bisher keinen Mobilisationsstuhl im St. Augustinus-Krankenhaus gegeben hätte. „Thekla”, wie das auch in Zukunft noch genutzte Gerät heißt, hat jetzt modernere Gesellschaft bekommen.

„Die Neuerungen lassen es möglich werden, dass die Patienten zeitlich länger den Stuhl nutzen können”, sieht Fey Teso noch einen weiteren Vorteil. Da kann es niemanden wundern, dass sich das Personal ein weiteres Exemplar dieses Mobilisationsstuhles wünscht.
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