Neuer Kreisel: Droht jetzt ein Verkehrschaos?

Von: Sandra Kinkel
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Hier soll demnächst ein Kreisverkehr entstehen. Während der Bauzeit sind das Gewerbegebiet in Jüngersdorf under Langerweher Ortskern nicht mehr über die B 264 zu erreichen. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Droht der Gemeinde Langerwehe oder zumindest den Ortsteilen Merode, Pier und Jüngersdorf ein Verkehrschaos? Das befürchtet zumindest die SPD-Fraktion im Gemeinderat.

Zum Hintergrund: Ende des Monats, genauer gesagt am 25. August, soll mit dem Bau des neuen Kreisverkehrs begonnen werden, der in Zukunft die Bundesstraße 264, die Landesstraße 12 und die Landesstraße 12n, also den Zubringer zur neuen Autobahnanschlusstelle, miteinander verbinden soll. Bislang wird der Verkehr hier über eine Kreuzung geregelt.

Ernst Gombert, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßenbau NRW, erklärt das so: „Wir bauen diesen Kreisverkehr in einem Bauabschnitt. Das bringt einen riesigen Vorteil, was die Bauzeit angeht.“

Es würde, so Gombert, eine provisorische Baustraße errichtet, die den Verkehr von Düren nach Eschweiler und umgekehrt an der Baustelle vorbei leiten würde. Soweit so gut: Problematisch wird es allerdings, weil für die knapp dreimonatige Bauzeit ein Abbiegen von der B 264 auf die L 12 nicht mehr möglich sein wird. Kunden und Zulieferer, die in das Gewerbegebiet „Am Parir“ oder zur Langerweher Hauptstraße möchten, müssen über andere Straßen ausweichen.

Für Dirk Huizing, Sprecher der SPD-Fraktion im Bauausschuss der Gemeinde Langerwehe, ein „Unding“: „Wer aus Richtung Weisweiler kommt, kann nur noch über die ohnehin schon stark frequentierte Hauptstraße, die Leo-Höxter-Straße oder die Bahnhofstraße in den Ort und in das Gewerbegebiet gelangen.“ Alle, die aus Richtung Düren kommen würden, müssten durch die Ortschaften Merode, Pier und Jüngersdorf, also über die Kreisstraße 27, fahren, um das Gewerbegebiet mit den großen Supermärkten zu erreichen oder in den Hauptort von Langerwehe zu kommen.

„Ich befürchte, dass das zu einem Verkehrschaos führen wird“, so Huizing. „Zumal auch eine Straßenbaufirma hier ansässig ist, die mit ihren Fahrzeugen täglich in Richtung Autobahn muss.“

Huizing bemängelt zudem, dass die Öffentlichkeit viel zu spät über die Baumaßnahme und ihre Auswirkungen informiert würde. „Erst am 20. August sollen die Mitglieder des Bauausschusses bei ihrer nächsten Sitzung informiert werden. Fünf Tage später soll mit der Baumaßnahme begonnen werden, so dass kaum noch Zeit bleibt zur reagieren. Das geht nicht.“ Der Pierer Ortsvorsteher wird auf jeden Fall Kontakt zum Straßenverkehrsamt aufnehmen. „Ich werde eine Verkehrszählung beantragen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die Menschen während der Baumaßnahme in Pier die K27 problemlos überqueren können.“

Ernst Gombert glaubt nicht, dass die geplante Baumaßnahme zu einem wirklichen Verkehrschaos führen wird. „Es hat intensive Gespräche gegeben, an denen auch das Ordnungsamt der Gemeinde Langerwehe beteiligt war. Und alle Beteiligten haben am Ende die Verkehrsführung einvernehmlich beschlossen.“

Mit dem Landwirt, der ebenfalls von der Baumaßnahme betroffen ist, weil sein Hof nur noch über Umwege erreichbar sein wird, sei auch bereits gesprochen worden. Insgesamt wird die Baumaßnahme drei Monate dauern.

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