Neuer Ausweis: Noch läuft nicht alles rund

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Kämmerer Harald Sievers (r.) war einer der Ersten, die den neuen Personalausweis erhalten haben. Bürgerbüroleiter Hans-Jörg Feltes (li.) und Sachbearbeiter Hans Sieburg sind die Fachleute für den neuen Ausweis.

Düren. Anfang November wurde der neue Personalausweis bundesweit eingeführt, und auch in Düren sind zwischenzeitlich die ersten Ausweise in Scheckkartenformat ausgehändigt worden.

Im Beisein von Bürgermeister Paul Larue und Stadtkämmerer Harald Sievers zog Hans-Jörg Feltes, Leiter des städtischen Bürgerbüros, zu dem auch das Pass- und Meldewesen gehört, rund sechs Wochen nach der Einführung eine erste Zwischenbilanz.

„Was die Umsetzung von der Antragstellung bis zur Ausweisausstellung angeht, lässt sich momentan feststellen: Das neue System hat noch seine Macken, es läuft noch nicht rund”, ist Hans-Jörg Feltes mit dem Ablauf bisher nicht zufrieden. Er ist aber dennoch optimistisch, dass die Probleme bald behoben sind. „Die Software ist einfach noch nicht ausgereift.”

Längere Wartezeiten

Zudem beschere der neue Personalausweis den Mitarbeitern seines Amtes viel Mehrarbeit. Rund 15 Minuten, dreimal so lange wie bisher, dauert die Antragsbearbeitung. Auch beim Ausweisabholen müssen die neuen Passinhaber mit längeren Wartezeiten rechnen. Das Bürgerbüro hat bereits frühzeitig mit organisatorischen Änderungen auf die Situation reagiert. So wurde das Aufrufsystem geändert, die Bedienungsmarken werden jetzt durch die Mitarbeiter des Bürgerbüros ausgegeben, zur Ausweisausgabe wurde zwei eigene Schalter eingerichtet. Bereits im Vorfeld gab es umfangreiche Fortbildungsmaßnahmen für alle Mitarbeiter.

Dass im November nur 637 Ausweise beantragt wurden, führt Hans-Jörg Feltes unter anderem auf eine gewisse Verunsicherung in der Bevölkerung zurück. In den Monaten September und Oktober wurden rund 2500 Ausweise alter Art ausgestellt. Auch die höheren Kosten dürften nach Meinung des Bürgerbüroleiters eine Rolle gespielt haben. 28,80 Euro statt bis dahin acht Euro kostet der Personalausweis.

Dabei hat dieser einige Besonderheiten zu bieten, können doch mit ihm künftig über das Internet zahlreiche Aktionen komfortabler ausgeführt werden. Einkaufen in Online-Shops, Musikstücke laden und teilweise sogar „Behördengänge” erledigen - das ist mit dem neuen Personalausweis möglich, da alle erforderlichen Informationen durch die Online-Ausweisfunktion schnell und fehlerfrei übertragen werden können, sofern es denn gewollt ist.

Sicher im Speicherchip

Die Identitätsdaten sind dabei sicher im Speicherchip abgelegt, und der Antragsteller entscheidet bei Abholung seines Ausweises, ob er die Funktion ein- oder ausgeschaltet haben möchte. Zum Einlesen der Daten ist eine Persönliche-Identifikations-Nummer (PIN) erforderlich, ein Verfahren, das aus dem Scheck- und Kreditkartenwesen bekannt ist. Wer seinen Ausweis verliert, muss daher grundsätzlich keinen Missbrauch befürchten.

Weitere Informationen zum neuen Personalausweis enthält eine Broschüre des Bundesinnenministeriums, die im Bürgerbüro der Stadt Düren, Markt 2, erhältlich ist.
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