Neuer Akzent der Städtepartnerschaft mit Gradaac

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Bürgermeister Paul Larue empfing eine kleine Gruppe Kinder und Jugendliche aus Gradačac im Rathaus. Foto: Stadt Düren

Düren. Eine kleine Gruppe von Kindern und Jugendlichen aus dem Kinderhaus „Duga“, das bedeutet „Regenbogen“, in Gradaac besuchte für ein paar Tage die Partnerstadt Düren. Begleitet von der Partnerschaftsbeauftragten Katja Schmitz erlebten sie die Annakirmes, einen Besuch beim Indemann sowie einen Kurztrip nach Köln.

Sie knüpften zudem erste Kontakte zum Jugendamt der Stadt sowie zum Katholischen Kinderheim St. Josef, die demnächst vertieft werden sollen.

„Ich freue mich sehr über die Gelegenheit, euch zu treffen. Ich kann mich noch gut an meinen Besuch in eurem Haus in Gradaac erinnern“, begrüßte Bürgermeister Paul Larue (CDU) die Gäste aus Bosnien-Herzegowina bei einem Empfang im Rathaus. Suvada, Omer, Isma und Amila aus dem Kinderhaus „Duga“, in dem Kinder ein Heim finden, wurden begleitet von der Leiterin des Hauses, sowie vom Direktor des Sozialamtes in Gradaac. Indira Hiseni, die Düren von einem mehrwöchigen Praktikum bei der Stadtverwaltung im Planungsbereich sehr gut kennt, half als Dolmetscherin, Sprachbarrieren zu überwinden.

„Mir ist wichtig, dass nicht nur offizielle Delegationen einander besuchen, sondern dass sich die Menschen aller Generationen der Partnerstädte treffen und zusam-menkommen. Deshalb ist es besonders schön, dass ihr nach Düren gekommen seid“, betonte der Bürgermeister und forderte die Kinder und Jugendlichen auf, von ihren Erlebnissen und Eindrücken in Düren zu berichten.

Für alle war es ihr erster Besuch in Deutschland, ihr erster Flug, das allein war schon aufregend. „Ich fand alles schön“, sagte Suvada, die vor kurzem ihren 14. Geburtstag gefeiert hat, und überreichte Bürgermeister Paul Larue ein von ihr selbst gezeichnetes Bild von der Burg in Gradaac. Suvada erinnert sich besonders gern an die Annakirmes und die Fahrt mit dem Riesenrad und der Achterbahn.

Die Gäste aus der Partnerstadt hatten die einmalige Gelegenheit, das Feuerwerk vom Turm der Annakirche aus zu sehen, was dem zwölfjährigen Fußballfan Omer lebhaft in Erinnerung bleiben wird. Für die 16-jährige Isma war der Zoobesuch in Köln ein besonderes Erlebnis. Die Gäste aus Gradaac sahen dort zum ersten Mal Pinguine und Flamingos und waren angetan von den Erdmännchen.

Die 22-jährige Amila, die Sozialarbeit studiert, lobte das Programm, und die Begleitung durch Katja Schmitz und fand, dass Düren eine ruhige Stadt sei, in der es sich gut leben lässt.

Das Jugendamt der Stadt Düren gestaltete das Programm mit. Beatrix Prescher-Dienstknecht, stellvertretende Amtsleiterin, stellte die Arbeit des Jugendamtes vor und freute sich über die Möglichkeit, vor Ort miteinander ins Gespräch kommen zu können. Für die Zukunft ist geplant, Konzepte zum Beispiel zum Umgang mit Schulverweigerern und verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen, auszutauschen.

Hamza Beši, Leiter des Sozialamtes in Gradaac, bedankte sich dafür, Düren und das dortige Kinderheim St. Josef kennenlernen zu dürfen. Angela Zillikens, stellvertretende Leiterin des Kinderheims St. Josef, führte die Gruppe durch fünf Wohngruppen und das Mutter-Kind-Haus. Im Kinderheim St. Josef wurden erste Kontakte zu zwei Flüchtlingen geknüpft, die beim anschließenden Ausflug zum Indemann und zur Bowlingbahn in Niederzier mit dabei waren.

Nermina Hadimuhamedovi ist die Direktorin des Kinderhauses in Gradaac und im Sozialamt der Stadt für die Bereiche Kultur und Schule zuständig. Sie begleitet die seit 15 Jahren bestehende Partnerschaft schon sehr lange, war am Schulaustausch mit dem Gymnasium am Wirteltor beteiligt sowie an der Organisation von gemeinsamen Ständen beim Dürener Stadtfest und bei der Gradaacer Pflaumenmesse, der größten Landwirtschaftsschau in Bosnien-Herzegowina.

„Ich freue mich über diesen neuen Akzent in der Städtepartnerschaft“, betonte sie. Für das kommende Jahr ist ein Besuch von behinderten Kindern in Düren in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe angedacht.

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