Neuer A4-Anschluss Merzenich: Keine Mehrbelastung

Von: Jörg Abels
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Täglich fahren weiterhin rund 8200 Fahrzeuge auf der L 257 durch Arnoldsweiler. Foto: Abels

Arnoldsweiler. Seit September ist die neue A4-Anschlussstelle Merzenich für den Verkehr freigegeben. Die Angst vieler Bürger von Arnoldsweiler, der Durchgangsverkehr auf der Landesstraße 257 würde dadurch noch einmal deutlich zunehmen, aber scheint unbegründet. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest das Tiefbauamt der Stadt Düren.

Es hat im vergangenen halben Jahr dreimal den Verkehr im Ort gezählt. Auch wenn der Lkw-Anteil um rund drei Prozent zugenommen hat, rollen weiterhin durchschnittlich 8200 Fahrzeuge täglich in beiden Fahrtrichtungen durch Arnoldsweiler: Zum Vergleich: Das Land NRW zählte 2005, 2010 und Ende 2012 bereits zwischen 7836 und 8296 Fahrzeuge.

Damit ist auch klar: Der Durchgangsverkehr in Arnoldsweiler hat mit der neuen Anschlussstelle aber auch nicht abgenommen. Ob das aber ausreicht, das seit Jahren mehr oder weniger auf Eis liegende Planungsverfahren für eine Ortsumgehung Arnoldsweiler (Landesstraße 257n) noch einmal zu befeuern, erscheint zumindest fraglich.

Dass sich die Verkehrszahlen kaum verändert haben, liegt offenbar auch daran, dass die L257 immer noch empfohlene Umleitungsstrecke für die Autobahn ist, früher zwischen den Anschlussstellen Düren und Buir, heute zwischen Düren und Merzenich. Doch das soll sich ändern. Wie Franz-Josef Simon vom Tiefbauamt mitteilt, wird die Umleitungsstrecke in Fahrtrichtung Köln bereits im Sommer umgelegt.

Statt durch Arnoldsweiler sollen Verkehrsteilnehmer bei einem Stau auf der A4 künftig über Düren geleitet werden und zur Anschlussstelle Merzenich via Bundesstraße 56, B264 und L264 gelangen. Die Beschilderung werde entsprechend geändert, wenn die Arbeiten an der Schoellerstraßenbrücke abgeschlossen sind und der Verkehr wieder vierspurig über die B56 rollen wird, kündigte Simon an.

Ob dies zu einer Entlastung führt, muss sich in Zeiten von Navigationsgeräten, die immer den kürzesten Weg angeben, aber erst noch zeigen. Und in Fahrtrichtung Aachen bliebt den Arnoldsweilern die Umleitungsstrecke ohnehin erst einmal erhalten. Nach Auskunft des Tiefbauamtes ist vorgesehen, die Umleitungsstrecken in beiden Fahrtrichtungen nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2018 auf die Ostumgehung Düren (B 56n) zu verlegen.

Daher geht das Tiefbauamt davon aus, dass erst die Fertigstellung der Ostumgehung Düren für eine spürbare Entlastung der Anwohner von Arnoldsweiler sorgen wird. Gleichwohl will das Amt die Verkehrssituation in Arnoldsweiler weiter im Auge behalten.

In unregelmäßigen Abständen sollen weitere Verkehrszählungen durchgeführt werden, auch weil die Zahlen der vergangenen Monate aufgrund der Brückenbaustelle auf der Schoellerstraße nicht repräsentativ sein könnten.

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