Neue Verkehrsanbindung für die Mühle?

Von: kte
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Kreuzau. Das Unternehmen Niederauer Mühle GmbH sorgt einmal mehr für Diskussionen bei der Gemeinde Kreuzau.

Schon in der Vergangenheit störte sich die Politik immer wieder an der Papierfabrik in punkto Emissions- und Immissionsschutz, Produktionsmenge und verbrannter Spuckstoffe, die bei Papierrecycling als papierfremd übrig bleiben.

Die SPD beantragte deshalb im Haupt- und Finanzausschuss eine Änderung der Ausweisung des Industriegebiets in ein Sonderindustriegebiet. Hier würden „andere Bestimmungen“ gelten. Es wäre also die Möglichkeit, der „Mühle“ doch noch Grenzen aufzeigen zu können.

Denn bislang muss sich die Niederauer Mühle nur an Vorgaben für Ausnahmeregelungen der Genehmigungsbehörde, der Bezirksregierung in Köln, halten. Ein Einvernehmen der Gemeinde ist nicht erforderlich. Karl-Heinz Kern (Grüne) befand es für notwendig, dem „Unternehmen Einhalt gebieten“ zu können und führte als Beispiel die Transportmengen der „Mühle“ auf: „Aktuell werden 1000 Tonnen transportiert, in Zukunft sind 1370 Tonnen möglich. Wir wehren uns gegen mehr als 1000 Tonnen.“

Das würde nämlich zusätzliche Belastung für die ohnehin schon hochfrequentierte Zufahrt von Hauptstraße über Mühlengasse bis hin zum Betriebsgelände am Windener Weg bedeuten. SPD-Mann Paul Böcking brachte gar einen neuen Denkanstoß für den Fall der Aufstockung der transportierten Produktionsmenge in die Diskussionsrunde ein: „Dann muss man über eine andere Verkehrsanbindung des Unternehmens nachdenken.“

Wo genau eine solche Umgehung entstehen und wie sie aussehen könnte, müsste allerdings noch ausgearbeitet werden. Eine Abstimmung über die Ausweisung in ein Sonderindustriegebiet fiel denkbar knapp aus: Die CDU und Bürgermeister Ingo Eßer votierten gegen den Vorschlag und überstimmten SPD, Grüne und FDP mit 9:8-Stimmen.

Das knappe Ergebnis verdeutlicht die Krux an der Sache. Eine endgültige Entscheidung über das Vorgehen fällt erst in der Ratssitzung am 29. Juni.

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