Neue Schaltanlage für 2,2 Millionen Euro versorgt 30.000 Haushalte

Von: cro
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Auf neustem Stand: die Schaltanlage in Düren-Nord. Foto: Rose

Düren. Rund 30.000 Haushalte sowie Gewerbe und Industrie in Dürens Innenstadt werden seit kurzem von einer neuen Schaltanlage im Umspannwerk Düren-Nord mit Strom versorgt. Nach gut einem Jahr Bauzeit und investierten 2,2 Millionen Euro ist das Projekt für die Netzgesellschaft Leitungspartner abgeschlossen.

Es war der letzte Baustein der „Erneuerungsstrategie“ der vergangenen drei Jahre, wie die Tochterfirma der Stadtwerke Düren (SWD) am Dienstag mitteilte. Der Neubau ersetzt zwei alte Schaltanlagen vor Ort und das stillgelegte Umspannwerk Mitte.

18 Millionen Euro hat die SWD-Tochter seit 2014 investiert, mit denen unter anderem vier Hauptspannwerke erneuert worden sind. Das Umspannwerk Düren-Nord transformiert 110.000 Volt auf 10.000 Volt. Die neue Schaltanlage verteilt den Strom dann auf die Ortsnetzstationen – auf 230 und 400 Volt heruntergeregelt.

„Die neue Schaltanlage ist jetzt auch optimal dafür gerüstet, dass immer mehr Verbraucher selbst Strom über Photovoltaikanlange einspeisen“, sagte Leitungspartner-Geschäftsführer Cord Meyer, der den Neubau als „Meilenstein im Kerngeschäft“ Stromversorgung bezeichnet. Falls der Strom in Düren-Nord ausfallen sollte, stehen 18 Bleibatterien bereit, um die ferngeschaltete Anlage weiter mit Energie zu versorgen.

Weil das Gebäude der alten Schaltanlage direkt nebenan von Bergbauschäden heimgesucht worden war, bauten die Leitungspartner in Kooperation mit Westnetz ein neues. Vor 20 Jahren wurden erste Schäden sichtbar: Der Untergrund senkte sich aufgrund tektonischer Störungen ab, unter der Schaltanlage führte mittig ein langer Riss durch den Untergrund. Vor mehr als zehn Jahren wurde zur Stabilisierung eine ein Meter dicke Betonplatte im Boden eingelassen.

Neubau bei laufendem Betrieb

2013 entschieden sich die Leitungspartner für einen Neubau auf dem Gelände, wie Geschäftsführer Cord Meyer erläutert. So sei der laufende Betrieb auch nicht beeinträchtigt worden. In einem „schleichenden Prozess“ (Netzmeister Oliver Petz) übernahm die neue Schaltanlage die Arbeit der alten, die seit drei Monaten außer Betrieb ist. Heinrich Klocke, Geschäftsführer der Stadtwerke, betonte, dass die Schaltanlage auch ungeachtet der Untergrundschäden hätte überholt werden müssen.

In Düren haben die Leitungspartner in den vergangenen drei Jahren nach eigenen Angaben 150 Ortsnetzstationen modernisiert, gut 30 Kilometer Kabel verlegt und sämtliche Freileitungen zurückgebaut oder als Erdkabel verlegt.

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