Rölsdorf - Neue Rettungswache soll im Herbst fertig sein

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Neue Rettungswache soll im Herbst fertig sein

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Am Dienstag wehte der Richtkranz über der neuen Rettungswache West, die mit der Zentralen Desinfektionsstelle des Kreises Düren Ende Oktober in Betrieb gehen soll. Foto: Abels

Rölsdorf. Lange Zeit war der Bau im politischen Raum heftig umstritten, am Dienstag nun wehte der Richtkranz über dem Rohbau der neuen Rettungswache West an der Monschauer Landstraße am Rölsdorfer Ortsrand. Voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November soll die Wache in Betrieb gehen, verbunden mit einer Zentralen Desinfektionsstelle für den Rettungsdienst des Kreises Düren.

Damit erfüllt die Stadt Düren eine Auflage des kreisweiten Rettungsdienstbedarfsplans aus dem Jahr 2014, der vorschreibt, dass jeder Haushalt im Notfall binnen acht Minuten erreicht werden muss, erklärte Bürgermeister Paul Larue beim feierlichen Richtfest. Von der Hauptwache an der Brüsseler Straße aus kann dieses Schutzziel im Dürener Westen nicht überall eingehalten werden.

Mit der 2015 von der Stadt eingerichteten provisorischen Wache auf dem ehemaligen Gelände der Firma Zimmermann & Jansen an der Monschauer Straße wurden die Ausrückzeiten der Rettungswagen bereits verkürzt, mit der Inbetriebnahme der neuen Wache im Herbst werden dann alle zeitlichen Auflagen eingehalten.

Mit derzeit kalkulierten 3,3 Millionen Euro liegt der Neubau etwa zehn Prozent über den ursprünglich veranschlagten Kosten, betonte Dürens Gebäudemanager Helmut Harperscheidt, der mehrere Gründe für die Mehrkosten aufführte. Zum einen wurde nach einer Luftbildauswertung eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Areal gefunden, zum anderen entdeckten die Archäologen ein Gräberfeld, das der Zeit vom Neolithikum bis zur Bronzezeit zuzuordnen ist.

Aber auch bauliche Aspekte sorgten für Mehrkosten: Zusätzlich zu den konjunkturell angezogenen Baupreisen gehört die notwendige Errichtung einer Versickerungsanlage für Regenwasser dazu. Aus Kapazitätsgründen konnte das Areal nicht mehr an den vorhandenen Kanal angeschlossen werden. Zwei Drittel der Baukosten, die für die Desinfektionsanlage, übernimmt der Kreis Düren. Der Bau der Rettungswache wird über die Krankenkassen refinanziert.

Der Gesamtkomplex mit einer Nutzfläche von 1400 Quadratmetern besteht aus zwei Gebäudeteilen: der eigentlichen Rettungswache mit einer angegliederten Fahrzeughalle und Platz für fünf Rettungswagen sowie der Desinfektionsstelle mit separater Fahrzeughalle. In dieser können im Fall einer hoffentlich nie eintretenden Epidemie höchste Hygieneanforderungen erfüllt werden, betonte Harperscheidt.

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