Neue Projekte: Ziel sind mehr Tagestouristen in der Rureifel

Von: Jörg Abels
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Mit der Faltkarte „Nord trifft Süd“ (kl. Foto) will der Rureifel-Tourismus gezielt Dürener Nordkreis-Bürger ansprechen. Foto: Eifel Tourismus/ja

Kreis Düren. Um den Tagestourismus zu beleben, haben der Verein Rureifel Tourismus und der Heimatbund Schmidt zwei Projekte ins Leben gerufen, die von der Kultur- und Naturstiftung sowie der Jugend- und Sportstiftung der Sparkasse Düren mit insgesamt 12.500 Euro unterstützt werden.

Zum einen werden gezielt Bürger des Nordkreises angesprochen, zum anderen jüngere Menschen, die mit ihrem Smartphone einige der attraktivsten Wanderwege multimedial erleben können.

Auch 45 Jahre nach der kommunalen Neugliederung ist der Kreis Düren immer noch keine homogene Einheit. „Viele Dürener wissen kaum etwas über die Ausflugsziele Brückenkopfpark und Zitadelle in Jülich, viele Jülicher fahren lieber an den Niederrhein als in die Rureifel“, weiß Landrat Wolfgang Spelthahn nur zu genau. Mit dem Projekt „Der Nordkreis trifft den Südkreis“ will der Rureifel-Tourismus nun versuchen, die mentale Barriere A4 mit Hilfe des Rur-Uferradweges zu überwinden.

Geschäftsführer Gotthard Kirch und seine Mannen haben speziell für die Bewohner des Nordkreises sechs Tagesauflüge für Wanderer und Radfahrer konzipiert, die in einer Faltkarte zu finden sind, die in allen Rathäusern und Info-Punkten ausliegen wird. „Wichtig war uns, dass alle Wanderrouten mit der Rurtalbahn erreichbar sind“, erklärt Kirch, so dass zur Rückweg auch per Bahn organisiert werden kann.

„Die“, ergänzt Spelthahn, „mit den neuen Triebwagen deutlich mehr Platz für Radfahrer bieten.“ Die Radtouren führen von Linnich und Jülich bis Heimbach und Zerkall, die thematischen Wanderstrecken liegen in der Mausauel (Felspassage und Heinrich-Böll-Weg) sowie rund um Heimbach (Klosterrunde).

Mit dem zweiten Projekt greifen die Initiatoren den Trend auf, dass auch viele Jüngere wieder das Wandern für sich entdeckt haben. Mit dem Smartphone und einem Klick auf die Internetseite www.rureifel-tourismus.de können Wanderer die sieben Schleifen des „Historisch-Literarischen Wanderwegs“ im Hürtgenwald mit seiner dramatischen Kriegsvergangenheit ganz neu erleben. Die Filme, Audiodateien und Zeitzeugeninterviews sind jetzt so aufbereitet, dass sie auf Smartphones abrufbar sind.

Aktuell werden noch Videos gedreht, die einen Einblick in die Bodendenkmale und Ausgrabungen zum Thema „Schlacht im Hürtgenwald“ gewähren. „Das ganze ist so optimiert, dass es auch mit einem geringen Datenverbrauch auch außerhalb der frei zugänglichen WLAN-Netze zum Beispiel an den Infopunkten abgerufen werden kann“, versichert Projektleiter René Wißgott.

Beide Initiativen sollen dafür sorgen, dass in Zukunft mehr Tagestouristen insbesondere aus dem Kreis Düren den Weg in die Rureifel finden. Sie sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, geben sie doch durchschnittlich 24 Euro aus, betont Spelthahn, der beim durchschnittlichen Konsum auch noch Luft nach oben sieht. Daher war sich das Kuratorium der beiden Sparkassen-Stiftungen, denen der Landrat vorsteht, schnell einig, beide Initiativen zu unterstützen.

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase können die Stiftungen jährlich noch etwa 70.000 bis 80.000 Euro ausschütten., vorausgesetzt die Projekte wirken sich positiv auf die Region aus, beinhalten eine gewisse Kreativität und der Antragsteller bringt seinerseits 50 Prozent der Kosten ein, erklärte Spelthahn. Angemerkt

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