Neue Pläne fürs Postgelände überzeugen

Von: Christoph Lammertz
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Bald kein Parkplatz mehr: Auf dem Postgelände soll ein Einkaufszentrum entstehen. Foto: Lammertz

Düren. Die Ampel für eine Bebauung des Postgeländes steht auf Grün. Investor und Betreiber für ein neues Einkaufszentrum stehen bereit, die Stadt will den Weg mit einem neuen Bebauungsplan frei machen.

Läuft alles nach Plan, könnte im Frühjahr 2010 der Bau eines Rewe-Marktes mit einer Verkaufsfläche von 1650 Quadratmetern starten. Es ist der zweite Anlauf, die Aufwertung der Ecke Kölnstraße/Hohenzollernstraße, eines der wichtigsten Innenstadtentwicklungsziele, zu erreichen.

Zwischen dem vormaligen Besitzer des Geländes und der Stadt war es nicht zu einer Einigung gekommen. Die Pläne liefen damals auf die Ansiedlung eines Lebensmittel-Discounters und eines Drogeriemarktes hinaus. Die Verwaltungsspitze im Dürener Rathaus und die CDU-Fraktion mit ihrer Mehrheit im Rat lehnten dieses Vorhaben kategorisch ab und sprachen von einer „Billiglösung”.

„Das jetzt vorliegende Angebot eines qualitativ guten Vollsortimenters stellt einen neuen Ansatz dar. Es wird zu einer Kaufkraftbindung an die Innenstadt führen”, ist CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer nun sicher. Und auch Baudezernent Hans Wabbel, dem Kritiker wegen seiner ablehnenden Haltung gegenüber dem ersten Plan fürs Postgelände Blockade vorwarfen, ist von den neuen Ideen überzeugt. Mit dem neuen Besitzer des Grundstücks, der Lanber-Gruppe aus Irland, und dem Betreiber des privat geführten Rewe-Markts wird die städtische Bauverwaltung jetzt einen sogenannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan erarbeiten. „Anspruchsvoll, aber wir bleiben in Düren”, antwortet Wabbel auf die Frage nach der Qualität des neuen Marktes.

Beim Thema Gestaltung des Gebäudes spricht er von einem „harten Brot”. Sicher sei, dass „die üblichen Kisten auf der grünen Wiese keine Lösung für die Innenstadt sind”. Auch an der wenig ansprechenden Architektur waren die ersten Pläne für das Postgelände gescheitert. Vor allem aber daran, dass ein weiterer Discounter und ein zusätzlicher Drogeriemarkt die Innenstadt, wie Wabbel es nennt, „kannibalisiert” hätte. Verdrängung wäre nach Ansicht des Baudezernenten die Folge gewesen und nicht Ergänzung, wie es nach seiner Meinung nun der Fall sein wird. Wobei sich natürlich die Frage stellt, ob auch der Rewe-Markt in der Wirtelstraße erhalten bleibt. Es gebe keine Signale, dass dieses Geschäft geschlossen wird, wenn das neue öffnet, sagt Wabbel. Die Betreiber seien sicher, dass sich beide ergänzten.
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