Neue Perspektive für Vettweißer Montessori-Klasse

Von: bugi
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Vettweiß. Für die Montessori-Klasse an der Vettweißer Grundschule muss ein neues Konzept erarbeitet werden. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe aus Lehrern, Elternvertretern und Schulaufsicht gebildet. Ziel ist es, den Fortbestand dieser Klasse zu sichern – und sie auf rechtlich sichere Füße zu stellen, was in der Vergangenheit offenbar versäumt worden war. Auslöser dafür ist, dass die Klassenlehrerin ab Sommer in Elternzeit wechselt.

Wie die neue Schulleiterin Alice Undorf am Donnerstag in der Sitzung des Vettweißer Gemeinderates erklärte, war die Schulklasse zum Schuljahr 2013/14 als Versuchsprojekt eingerichtet worden – auf einen Eilbeschluss der Schulkonferenz hin. Dieser Beschluss wurde nachfolgend von dem Gremium nicht bestätigt. Auch zur Zustimmung des Schulträgers kam es nie, und selbst die erforderlichen Berichte über die Entwicklung des Projektes blieben aus – ohne, dass das je aufgefallen wäre.

Die Neubesetzung der Stelle wird durch einen weiteren Umstand erschwert: Die bisherige Klassenlehrerin ist gleichzeitig Sonderschulpädagogin. Nach einer Regelung von 2014 sollen Sonderpädagogen nicht mehr fest an eine Klasse gebunden sein, sondern den integrativen Unterricht, also die Inklusion, an der gesamten Schule betreuen. „Wir sind mehrmals aufgefordert worden, die Sonderschulpädagogin anders einzusetzen“, so Undorf. „Das werden wir umsetzen.“

Das neu zu erarbeitende Konzept, wie auch künftig in der Montessori-Klasse jahrgangsübergreifend gearbeitet werden kann, soll anschließend ein Jahr lang erprobt werden. Das ist bei einem Informationsabend Anfang der Woche bereits mit den Eltern der betroffenen Kinder besprochen worden.

„Wir wollen jetzt, dass alles so läuft, wie vorgeschrieben“, betonte Undorf. Zusätzlich sollen auf Anregung des Rates auch die Eltern der rund 280 Grundschulkinder mit eingebunden werden, die nicht die Montessori-Klasse besuchen. Bürgermeister Joachim Kunth (CDU) betonte am Freitag auf Anfrage ausdrücklich, dass es nicht darum gehe, „ein Konzept auf andere Schüler zu übertragen. Das wird nicht passieren“. Schulrätin Anna Helene Lürken versprach am Freitag, für die Kinder, die in diese Klasse gehen, gut zu sorgen.

Sie verwies darauf, dass bisher nur in den Fächern Deutsch und Mathematik jahrgangsübergreifend gearbeitet werde. „Das gibt es so an anderen Schulen auch. Es handelt sich also im eigentlichen Sinn nicht um eine reine Montessori-Klasse“ – das könnte bei der Stellenneubesetzung noch eine Rolle spielen. Allerdings, so Lürken: „Es gibt an der Schule eine Kollegin, die gerade dabei ist, das Montessori-Diplom zu erwerben.“

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