Neue Orgel ist schon jetzt ein echter Blickfang

Von: Christoph Hahn
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Ihn juckt es mächtig in den Fingern: Kantor Hans-Josef Loevenich besucht fast jeden Tag die Orgel-Baustelle in St. Anna und freut sich schon jetzt darauf, das neue Instrument zu Foto: Hahn

Düren. Eigentlich ist Düren schon jetzt um eine Sehenswürdigkeit reicher - obwohl aus der neuen Orgel der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Anna nur dann und wann ganz schüchtern ein einzelner Ton erklingt. Trotzdem zieht das neue Instrument schon jetzt die Blicke aller Beter und Besucher auf sich.

Denn was die Handwerker der Schweizer Firma Metzler dort seit dem 18. Januar aufgebaut haben, wirkt in seiner hoch bis fast unter die Decke des Gotteshauses ragenden Gestalt imposant, ja Ehrfurcht gebietend. Das ist es kein Wunder, dass sich den ganzen Tag über Interessierte immer wieder vor dem in St. Anna errichteten Baustellenzaun versammeln und den Fortgang der Arbeiten begutachten.

Meister Matthias Metzler aus Dietikon bei Zürich sowie seine drei Mitarbeiter Christoph Trüssel, Andreas Burri und Michael Klahre schieben - teils zeitweise mit anderen Kollegen zusammen - schon seit dem 18. Januar lange Schichten. Von 7 Uhr in der Frühe bis spät abends um 23 Uhr wuchten sie eine Orgelpfeife nach der anderen aus einer der zu ebener Erde aufgestellten Holzkisten und tragen sie die Aufgangstreppe hoch, um sie in einem der hölzernen Gehäuse aus Schweizer Eiche einzubauen.

Rigoros, hingebungsvoll und mit großer Konzentration bei der Arbeit, rasten sie nur an einen Tag in der Woche: dem Sonntag nämlich. Was Metzler und sein Team bedauern: Zur Einkehr im nahen Brauhaus finden sie nur selten die Zeit.

Ria Flatten vom Orgel-Arbeitskreis steht im steten Austausch mit den Fachleuten - ebenso wie Kirchenmusiker Hans-Josef Loevenich, Pfarrer Hans-Otto von Danwitz und Architekt Andreas Lebender, der die äußere Hülle der Orgel entworfen hat.

„Eigentlich sind wir auch unser größter Sponsor”, hat Matthias Metzler jüngst bemerkt. Diese Bemerkung verrät aber nicht etwa Eitelkeit, sondern klaren Blick: Personal- und andere Kosten wiegen schwerer als der Betrag von rund 900.000 Euro, den die Auftraggeber dafür zahlen. Das Projekt in Düren spielt für die Metzlers eine wichtige Rolle. Für Pfarren, die künftig an einen Neubau denken, soll die Orgel von St. Anna ein Vorführmodell sein.

Kantor Hans-Josef Loevenich hat im Übrigen sein Programm für die Einweihung am 21. März, 11.30 Uhr, schon längst zusammengestellt. Auf der neuen Orgel werden Bach und Louis Vierne sozusagen die Premierengäste sein.
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