Neue Maschine: Schoellershammer investiert 100 Millionen

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Schoellershammer erweitert die Papierproduktion und investiert in die Energieversorgung. Foto: smb

Düren. Die Papierfabrik Schoellershammer, Heinrich August Schoeller Söhne GmbH & Co. KG, startet den Bau einer weiteren Papiermaschine. Nach Erteilung der Bau- und Betriebsgenehmigung (wir berichteten) sind nun die Verträge zur Finanzierung und Einrichtung der neuen Papiermaschine 6 abgeschlossen, teilte gestern das Unternehmen mit.

Auch die bestehenden Abwasserbehandlungsanlagen werden ausgebaut und der zukünftigen Kapazität angepasst. Die Investition umfasst rund 100 Millionen Euro, zusätzlich wird am Standort ein neues, hocheffizientes Kraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung zur Erzeugung von Wärme und Strom errichtet. Damit seien alle Voraussetzungen fpr den sofortigen Baubeginn der neuen Produktionslinie geschaffen. Die Inbetriebnahme soll im Dezember 2016 erfolgen. Die Kaufentscheidung fiel zugunsten der Voith Paper GmbH & Co. KG. Die Anlage stelle den modernsten technologischen Stand dar.

Am Traditionsstandort Düren fertigt die Papierfabrik Schoellershammer derzeit auf einer Papiermaschine Wellpappenrohpapiere und gehört mit ihrer 230-jährigen Unternehmensgeschichte zu einer der ältesten Papierfabriken Deutschlands. Rund 800 Tonnen Papier verlassen täglich das Werksgelände. Die Produktion soll sich von heute 230 000 Tonnen auf über 500 000 Tonnen pro Jahr mehr als verdoppeln. Die Produktion sei ein „Meilenstein“ in der Geschichte des Familienunternehmens.

Die für die Produktion benötigte Wärme und den Strom erzeugt das Unternehmen bislang im hauseigenen Kraftwerk. Um den steigenden Energiebedarf abzudecken, wird das bestehende Kraftwerk um eine neue Energieversorgungsanlage ergänzt, die im sogenannten Contracting von der „GETEC heat & power“ AG erstellt wird. Maßgabe für die neue Energieversorgung war, „dass diese nicht nur umweltschonend, sondern auch besonders wirtschaftlich sein und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes in Düren sichern sollte“.

„Die neue Anlage liefert nicht nur die benötigte Energie. Sie ist ein Garant, dass wir auch in Zukunft zuverlässig und wettbewerbsfähig produzieren können“, sagte Armin Vetter, Geschäftsführer der Papierfabrik.

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