Neue LED-Lampen: „Es wird mit der Umrüstung heller in Düren”

Von: Jörg Abels
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Nach einer internationalen Aus
Nach einer internationalen Ausschreibung ist DSB-Betriebsleiter Richard Müllejans überzeugt: Die neuen LED-Lampen vom Typ Hellux „sind mit das Beste, was derzeit auf dem Markt erhältlich ist”. Foto: Abels

Düren. Es wird heller in der Stadt. Das steht für Richard Müllejans außer Frage. Seit der Dürener Service Betrieb (DSB) die 10.500 Straßenleuchten im Stadtgebiet am 1. Januar von den Stadtwerken (SWD) übernommen hat, läuft die Umrüstung auf die kohlendioxid- und energiesparende Leuchtdioden-Technik (LED) auf Hochtouren.

Rund 1000 der 6200 infrage kommenden Laternen sind bereits ausgetauscht worden, berichtet der DSB-Betriebsleiter. Ende März soll die zweitgrößte Umrüstung in Deutschland abgeschlossen sein; vorausgesetzt, es kommt nicht noch einmal eine längere Dauerfrostperiode dazwischen. „Denn der Austausch ist nur bei Plusgraden möglich.”

Außen vor bleiben lediglich die bereits in der Vergangenheit von den Stadtwerken auf energieeffizientere, gelblich leuchtende Natrium-Dampf-Technik umgestellten Laternen an den Hauptverkehrsstraßen, die sogenannten „Dürener Leuchten” im City-Bereich, für die es noch keine adäquaten LED-Einsätze gibt, und die der Architektur angepassten Sonderleuchten in einzelnen Stadtvierteln wie dem Grüngürtel, erklärt Müllejans. Dafür aber werden beispielsweise auch die Leuchten im sensiblen Langemarckpark zwischen Stadtcenter und Bahnlinie erneuert, „um das Sicherheitsgefühl des Bürgers auch in diesem Bereich zu stärken”.

Zum Einsatz kommen LED-Lampen des Typs Hellux 130. „Diese Lampen sind mit das Beste, was derzeit auf dem deutschen Markt angeboten wird”, begründet Richard Müllejans die Wahl. Unter den 14 Anbietern, die sich der international offenen Ausschreibung eines hinzugezogenen Fachbüros gestellt hätten, seien weitaus günstigere Modelle gewesen wie beispielsweise auch einige der im SWD-Modellversuch an der Heinrich-Heine-Straße eingesetzten. Der DSB und der städtische Betriebsausschuss aber hätten sich dann entschieden, überall die gleichen, hochwertigen Lampentypen zu installieren und nicht - wie ursprünglich geplant - zwischen innerstädtischen und Randbereichen zu unterscheiden.

Und Müllejans versichert mit Blick auf aufwändige lichttechnische Berechnungen im Vorfeld: „Die Mindestbeleuchtungsstärke nach DIN wird nach der Umrüstung überall eingehalten, auf allen Straßen und Bürgersteigen”.

Das war bislang nicht immer überall der Fall, wie der DSB bei einer Messung im vergangenen Jahr feststellen musste. Vor allem in Nebenstraßen sei die Beleuchtung manchmal grenzwertig gewesen. Diese Schwachstellen wurden und werden im Zuge der Umstellung beseitigt. Dass vereinzelt Anwohner nach dem Austausch trotzdem ein anderes Gefühl haben und von dunkleren Straßen sprechen, liegt für den DSB-Chef vielleicht darin begründet, dass im Einzelfall Vorgärten, die bislang auch noch von den Laternen erfasst wurden, nun nicht mehr angestrahlt werden. „Die Beleuchtung privater Flächen aber ist nicht Aufgabe der Allgemeinheit und kann von jedem Hausbesitzer sicher ökologisch und ökonomisch günstiger sichergestellt werden, beispielsweise mit Bewegungsmeldern.”

Jährliche Einsparung von rund 650.000 Euro

Für den Rückkaufder 10.500 Straßenlaternen musste die Stadt Düren rund 3,3 Millionen Euro an die Stadtwerke zahlen. Die Kosten der LED-Umrüstung in Höhe von 3,2 Millionen Euro werden zu 40 Prozent vom Bundesumweltministerium bezuschusst.

Statt 4,6 werden nach der Umrüstung nur noch rund 2,2 Gigawattstunden Strom jährlich für die Straßenbeleuchtung benötigt. Damit verbunden ist eine Kohlendioxid-Einsparung von 1500 Tonnen pro Jahr.

Mittelfristig geht der DSB davon aus, dass die Stadt mit der Übernahme der Straßenbeleuchtung jährlich rund 650.000 Euro einsparen wird.

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