Neue Klänge mit „Juliacum Brassers“

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Martin Schädlich, Klaus Luft, Andreas Trinkaus und Johannes Meures bilden das Blechbläserquartett „Juliacum Brassers“.

Vossenack. Der Herbst ist seit Jahren die Konzertsaison der vier Musiker Martin Schädlich, Klaus Luft, Andreas Trinkaus und Johannes Meures, die das Blechbläserquartett „Juliacum Brassers“ bilden. Am Samstag, 24. Oktober, um 19 Uhr, präsentieren die vier Musiker ihr Programm erstmalig auch in der Klosterkirche Vossenack.

Das Quartett ist spezialisiert auf würdige, denkwürdige und merkwürdige Auftritte aller Art – da kann auch schon einmal eine Trauerfeier kreuzvergnügt oder ein Richtfest sentimental enden.

Außergewöhnliche Orte

Das vergangene Jahr führte die Musiker zu bemerkenswerten Aufführungsorten: Sie trafen zusammen auf Heuböden und Schlössern, verfallenen Gutshäusern und sogar in einem Zirkuzelt. Sie zelebrierten Weihnachtslieder im Januar und Karnevalslieder auf dem Weihnachtsmarkt, mussten mitten im Konzert die Kirche wechseln oder sich mittelalterlich gewanden.

Und für jede außergewöhnliche Situation musste die passende Musik bereitgestellt werden. Eine gewaltige Aufgabe, die zum allergrößten Teil vom Posaunisten der Gruppe, Johannes Meures, mit spitzer Feder bewältigt wurde.

So bunt das Jahr für die „Juliacum Brassers“ war, so farbenfroh sollen nun auch die anstehenden Konzerte in Heinsberg, Aachen, Köln, Jülich und Vossenack sein: Es wird ein großes Ritterballett von Beethoven ertönen, eine Morgenmusik in drei Teilen von Hindemith, alte kölsche Charaktermusik, eine Orchesterkomposition von Bernstein, eine bekannte Zirkusmelodie. Spätmittelalterliche Stücke, nicht ohne Witz, werden das Programm abrunden.

Kompositionen eines Dänen

Im Zentrum der Darbietungen wird jedoch ein in Deutschland gänzlich unbekannter Däne stehen: Emilio Wilhelm Ramsøe. Obwohl er ein Komponist des 19. Jahrhunderts war, greift sein Quartett N°5 auf Stilmittel des 18. Jahrhunderts zurück. Das Bläserquartett „Juliacum Brassers“ wird einen langen Atem haben müssen, um diesen anstrengenden Viersätzer in gewohnter Leichtigkeit zu präsentieren. Die stimmungsvoll beleuchtete Klosterkirche bildet jedenfalls einen erhabenen Rahmen.

Karten für das Konzert gibt es für 12,50 Euro (ermäßigt neun Euro) im Vorverkauf im Spielwarengeschäft Babalu, im Unterdorf 4, Vossenack. Karten können unter Telefon 02429/30853 vorbestellt werden, sie sind aber auch oder an der Abendkasse erhältlich.

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