Neue Kita-Gruppe soll ins Schulzentrum einziehen

Von: bugi
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Im Sommer 2018 stellt die Hauptschule Vettweiß ihre Arbeit ein. Politik und Verwaltung überlegen, wie die Räume künftig genutzt werden sollen. Die Kita „Abenteuerland“ (rechter Trakt) soll erweitert werden. Foto: kin

Vettweiß. Wenn zum Sommer 2018 die Vettweißer Hauptschule die Türen endgültig schließt, hat die Gemeinde ein kleines Luxusproblem: Was macht man mit den frei werdenden Räumlichkeiten? Ein erstes Konzept hat die Verwaltung jetzt dem Gemeinderat vorgelegt.

Das sieht eine Stärkung des Standortes als Bildungs- und Kulturzentrum vor. So könnte beispielsweise die Volkshochschule einen Raum nutzen und das Gemeindearchiv erweitert einen neuen Platz im Dachgeschoss über dem Grundschultrakt finden.

Neuer P+R-Parkplatz?

Ein weiterer Vorschlag: Das Studienseminar, das derzeit noch im ehemaligen Grundschulgebäude in der Schulstraße untergebracht ist, könnte ins Schulzentrum am Tannenweg wechseln. Das hätte zwei positive Nebeneffekte: Das ehemalige Grundschulgebäude würde komplett frei und könnte entweder verkauft oder zur Nutzung durch Vereine freigegeben werden. Zusätzlich stünde dann die ehemalige Lehrerwohnung als Jugend- und Begegnungsraum für Flüchtlinge zur Verfügung.

Für einen Umzug spricht ebenfalls, dass auch der vom Studienseminar am Seelenpfad genutzte Parkplatz künftig als P+R-Parkplatz genutzt werden könnte, wenn ab dem Jahr 2020 die Bördebahn im Stundentakt zwischen Düren und Euskirchen pendeln würde. Weiterhin schlägt das Konzept vor, dass die Grundschule den Trakt zur Sportplatzseite nutzen könnte und sich die innenliegenden Räume dann mit der Offenen Ganztagsschule teilen soll. Ganz unabhängig davon soll schon in diesem Sommer die Awo-Kindertagesstätte „Abenteuerland“ erweitert werden. Bürgermeister Joachim Kunth: „Mit Stichtag zum 15. März haben wir ermittelt, dass es einen Bedarf von 20 Kita-Plätzen gibt, den wir für das Jahr 2017/18 nicht bedienen können. Deswegen planen wir eine Erweiterung des Kindergartens um eine Gruppe.“

Vorgesehen ist diese Erweiterung genau über der jetzt bestehenden Gruppe. Möglich wird das aber erst, wenn die Schule frei wird. Die Räume stünden dann frühestens im Oktober 2018 zur Verfügung. Um das Problem der 20 zusätzlich benötigten Plätze kurzfristig zu lösen, hat Dezernent Karl-Heinz Hassel schon eine Lösung parat: „Wir können übergangsweise den Bewegungsraum der Kita als Gruppenraum nutzen. Eine entsprechende Begehung mit dem Träger und Vertretern vom Kreisjugendamt hat es schon gegeben.“ Dass die Kinder dann künftig nicht mehr ausreichend Bewegung haben werden, bedeutet das natürlich nicht. Hassel: „Da können andere Räume genutzt werden. Zudem steht auch die Turnhalle des Schulzentrums zur Verfügung.“

Musikschulangebote

Geprüft werden soll auf Anregung der Politik auch die Frage, ob im Schulzentrum Musikschulangebote offeriert werden könnten. Gedacht wird an eine Kooperation mit der Musikschule Düren, die auch in Heimbach und Nideggen tätig ist. Auch dafür, ist sich Hassel sicher, könnte ein Raum im Schulzentrum bereitgestellt werden. Erstmals inhaltlich diskutiert werden soll das Raumkonzept Mitte Mai in der Sitzung des Schulausschusses. „Bei dem Konzept ging es jetzt erst mal darum, Ideen zu entwickeln. In einem 2. Schritt muss es dann zur konkreten Planung und Kostenermittlung kommen“, sagt Hassel. Das könnte noch bis zum Herbst dauern.

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