„Neue Kirche” vorerst geschlossen

Von: Jörg Abels
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Weil die Decke dringend sanier
Weil die Decke dringend saniert werden muss, bleibt der Mitte der 70er Jahre errichtete Erweiterungsbau der Pfarrkirche St. Antonius in Hambach bis auf Weiteres geschlossen. Foto: Abels

Hambach. Der Mitte der 70er Jahre errichtete Erweiterungsbau der Pfarrkirche St. Antonius in Hambach, auch „Neue Kirche” genannt, muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Grund ist dringender Sanierungsbedarf im Deckenbereich, wie die stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Irene Gatzen, gestern bestätigte. Ein in der Decke eingebautes Fließ, das die zur Dämmerung verarbeitete Mineralwolle zurückhalten soll, ist derart porös, dass Partikel der Mineralwolle ungehindert in den Kirchenraum gelangen können. „Und die sind so klein”, erklärt Irene Gatzen, „dass sie bis in die Lungen vordringen.” Um die Gesundheit der Gottesdienstbesucher zu schützen, blieb dem Kirchenvorstand daher keine andere Wahl, als die „Neue Kirche” bis zu einer Sanierung zu schließen. Die Kosten werden auf bis zu 70.000 Euro geschätzt.

Wann die Arbeiten beginnen, ist derzeit noch vollkommen offen. Denn zur Finanzierung ist die Pfarrgemeinde auf Unterstützung des Bistums angewiesen. Dort aber stehen im laufenden Jahr keine Haushaltsmittel mehr zur Verfügung. Trotzdem drängt der Hambacher Kirchenvorstand auf eine rasche Lösung. „Denn noch haben wir genügend Gottesdienstbesucher und brauchen die Kirche”, betont Gatzen. Auch wenn eine bereits kolportierte Schließung des Erweiterungsbaus derzeit überhaupt kein Thema ist, wollen die Hambacher mit der Sanierung nicht solange warten, bis einmal über die spätere Nutzung des Gotteshauses entschieden wird.

Von der Idee einer Grabeskirche zur Urnenbesetzung hat sich der Kirchenvorstand mittlerweile wieder verabschiedet. Angedacht war, einen Teil des Erweiterungsbaus abzutrennen, mit einem separaten Außeneingang zu versehen und so herzurichten, dass dort Urnen hätten beigesetzt werden können. Teilbereiche einer Pfarrkirche aber zu entwidmen, kollidiere mit Kirchenrecht, erklärt Irene Gatzen. Und eine komplette Entwidmung der „Neuen Kirche”kommt für den Kirchenvorstand aktuell nicht in Frage.
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