Neue Initiative für Kelz: Planung für die Ortsumgehung ruht

Von: bugi
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Kelz. Die beiden Landtagsabgeordneten Josef Wirtz (CDU) und Peter Münstermann (SPD) haben neue Initiativen gestartet, um den Bau der von den Kelzer Bürgern seit Jahrzehnten geforderten Ortsumgehung voranzutreiben. „Nach dem Ausbau der Autobahn A4 mit jeweils drei Richtungsspuren und der neuen Anschlussstelle Merzenich ist ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen auf der L 264 zu verzeichnen.

Immer mehr Verkehrsteilnehmer – insbesondere Lkw – nutzen seitdem diese Landstraße in Richtung Euskirchen“, argumentiert Wirtz. Wenn jetzt endlich die Ortsumgehung Frauwüllesheim realisiert werde, müsse auch die Planung für die Umgehungsstraße von Kelz im Interesse der Anwohner auf der Michael-straße wieder aufgenommen werden.

Gestoppt worden war das Planverfahren bereits im Jahr 2007, weil bei der Untersuchung der Trasse westlich von Kelz das Artenschutzgutachten ergeben hatte, dass in diesem Bereich die vom Aussterben bedrohte Grauammer lebt. 20 Prozent des gesamten NRW-Bestandes sollen in Kelz heimisch sein, zum Leidwesen der Planer unabhängig von der Trassenführung.

Das endgültige Aus für die weitere Planung kam 2011, als der damals neue Verkehrsminister Harry Voigtsberger verkündete, die knappen Gelder eher für Sanierungs- als für Neubaumaßnahmen verwenden zu wollen. Seitdem ruht die Planung. Dementsprechend gibt es auch keine aktuellen Zahlen über die gestiegene Verkehrsbelastung auf der L 264. Diese Zahlen fordert Wirtz nun in einer kleinen Anfrage von der Landesregierung ein.

Bereits Mitte Januar hatte auch Peter Münstermann Verkehrsminister Michael Groschek angeschrieben. „Um die Lebensqualität der Menschen in Kelz schnellstmöglich sicherzustellen und zu verbessern, wäre ein zeitnaher Baubeginn der L 264n notwendig. Ich bitte Sie darum, diese Möglichkeit zu prüfen und entsprechend umzusetzen“, so Münstermann.

Auch er verweist auf die neue Anschlussstelle in Merzenich, über die mehr Verkehr durch Kelz geleitet wird. Münstermann: „Zudem ist damit zu rechnen, dass sich die Verkehrssituation noch deutlich weiter verschärfen wird, sobald die Ortsumgehungsstraße B56n in Düren fertiggestellt ist.“ Eine Antwort des Ministeriums steht in beiden Fällen noch aus.

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