Neue Ideen für ein altes Viertel

Von: Fred Schröder
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Neue Ideen für ein altes Vier
Neue Ideen für ein altes Viertel: Pia Röttger stellte dem Innenstadtforum ihre Vorstellungen von einer Neuordnung des Gebietes um Bahnhof und Langemarckpark vor. Foto: Schröder

Düren. „Stadtentwicklung von unten” nennt Marcus Steffens das, was von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt im Innenstadtforum erarbeitet wird. Der „Abteilungsleiter Planung” im Amt für Stadtentwicklung ist selbst engagiert in dem Gremium, das sich für eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt einsetzt und derzeit zwei Kernbereiche „beackert”: den Bahnhofsbereich und den Langemarckpark.

„Wir sind einige Schritte weiter”, verkündet City-Manager Wilhelm Streb und der Forum-Vorsitzende Barthel Labenz hat festgestellt, „dass die Anrainer der Josef-Schregel-Straße schon ungeduldig auf Ergebnisse warten. Aber es sind noch einige dicke Bretter zu bohren”.

Trotzdem: Es hat sich bereits was bewegt. Der Dürener Service Betrieb hat den Langemarckpark und in Abstimmung mit der Bahn den Bahnhofsbereich „aufgeräumt” und die Bahn ist bereit, weiteres Geld zur Verschönerung des Bahnhofes selbst und des Umfeldes in die Hand zu nehmen. „Das ist auch sinnvoll”, betont Dr. Renate Goldmann, die „aus Sicht des Museums unterstreichen kann, dass das Bahnhofsgebäude ein kulturhistorisches Denkmal ist”.

Dem Innenstadtforum geht es darum zu zeigen, „dass etwas passiert”, wie es Barthel Labenz formuliert. Der Forum-Chef ist sicher: „In fünf bis sieben Jahren wird der Bereich ein anderes Erscheinungsbild zeigen”.

Für Stadtplaner Marcus Steffens ist wichtig, „dass der sehr kreative Prozess von vielen mitgetragen wird”. Denn die Zahl der Mitstreiter im Innenstadtforum ist größer geworden und die Vernetzung besser. Das Forum versteht sich als Ideenschmiede, die Politik und Verwaltung Materialien für das „Integrierte Handlungskonzept” an die Hand gibt und zur Schaffung von Grundlagen für die Beantragung von Landes- und Bundesmitteln beitragen will. Alle Anregungen und Vorstellungen sind dabei willkommen.

So ist eine der Diskussionsgrundlagen die Abschlussarbeit von Pia Röttger. Die 24-Jährige, die an der FH Aachen studierte und jetzt im Dürener Amt für Stadtentwicklung arbeitet, hat sich den Planbereich vorgeknöpft. Ihr Entwurf sieht unter anderem eine Verlegung des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in den Langemarckpark (Labenz: „Diese Namensgebung sollte man überdenken”) vor. Hintergrund: Die Busse bringen die Leute auf die Josef-Schregel-Straße, die überfällige Anbindung des Stadtcenters wird verbessert und der Bahnhofsvorplatz kann freundlicher und als „ein Treffpunkt für alle” gestaltet werden. Die Nähe zum Haus der Stadt tut ihr Übriges.

Das jetzige Gelände des ZOB könnte bebaut werden und damit den Übergang in die Nordstadt attraktiver gestalten. Die junge Planerin wünscht sich ebenso wie viele Dürener, dass die abscheulich aussehenden Häuser am Bahnhofsaufgang endlich abgerissen werden. Dann wäre auch der Weg für eine Beplanung des Geländes südlich der Bahnlinie frei.
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