Neue Heizanlage für das Rathaus: „Energiewende beginnt vor Ort“

Von: sj
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Besichtigungstermin im Heizungskeller: Dr. Gregor Broschinski (links, Sparkasse Düren), Bürgermeister Paul Larue (CDU, 3. v. l.) und SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke (4. v. l.) nahmen das Blockheizkraftwerk im Dürener Rathaus in Augenschein. Foto: Stephan Johnen

Düren. Lange Zeit galt das Dürener Rathaus als größte Heizung der Innenstadt. Damit soll nun Schluss sein. Nach der umfangreichen – auch energetischen – Sanierung und der Erneuerung der Heizungs- und Belüftungssysteme soll kräftig Energie eingespart werden. Mit der feierlichen Inbetriebnahme des neuen Blockheizkraftwerks wurde am Mittwoch eine Art symbolischer Schlussstein der Sanierung gesetzt.

Zwei neue Blockheizkraftwerke versorgen das Dürener Rathaus und die Hauptstelle der Sparkasse Düren mit Wärme und Strom. Weil beide Gebäude nahe beieinanderliegen und seit den 90er Jahren eine Fernwärmeleitung existiert, lag der Aufbau einer gemeinsamen Infrastruktur für alle Beteiligten nahe. Im Rahmen eines sogenannten „Contracting“ haben die Stadtwerke Düren 490.000 Euro investiert und jeweils ein Blockheizkraftwerk in der Sparkasse und im Rathaus installiert.

Beide Gebäude teilen sich einen sogenannten Spitzenkessel, damit auch bei niedriger Außentemperatur der Wärmebedarf gesichert werden kann. Stadt und Sparkasse haben mit den Stadtwerken einen Vertrag abgeschlossen, der auf eine Laufzeit von zehn Jahren festgelegt ist. Die Stadtwerke stellen als Dienstleister den Betrieb der Blockheizkraftwerke sicher.

„Die Energiewende beginnt vor Ort“ – in dieser Einschätzung herrschte bei Bürgermeister Paul Larue (CDU), Sparkassen-Vorstand Dr. Gregor Broschinski und SWD-Geschäftsführer Heinrich Klocke völlige Übereinstimmung. Neben der dezentralen Stromerzeugung sei die „Kombination von Strom und Wärme“ ein wichtiger Baustein, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Beide Gebäude sollen einen großen Teil des Energiebedarfes künftig selbst erzeugen – und rund 90 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Die Sparkasse, bei der das Blockheizkraftwerk bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen wurde, rechnet mit Einsparungen von rund 60.000 Euro im Jahr. Die Stadt Düren hatte vor der Sanierung und der Inbetriebnahme des Blockheizkraftwerks etwa 110.000 Euro für Wärme und 50.000 Euro für Strom auf der Jahresrechnung stehen. Helmut Harperscheidt, Leiter des Gebäudemanagements der Stadt, rechnet damit, dass sich die Kosten für Wärme auf 45.000 Euro belaufen – und bei der Stromrechnung 28.000 Euro eingespart werden können – die Kosten des „Contractings“ eingerechnet.

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