Vettweiß - Neue Gedenktafel zu Ehren Pfarrer Pünder

Neue Gedenktafel zu Ehren Pfarrer Pünder

Von: Bruno Elberfeld
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Nach der Einsegnung durch Pfarrer Gerd Kraus (rechts) erklärte der Vorsitzende des Vettweißer Heimat- und Geschichtsvereins, Franz Erasmi, warum die Erneuerung einer Gedenktafel wichtig für eine Gemeinschaft ist. Foto: Elberfeld

Vettweiß. „Dass unser Heimat- und Geschichtsverein Vettweiß sich solche Dinge wie Bewahrung von Dokumenten und Erneuerung wichtiger Gedenktafeln auf die Fahnen geschrieben hat, ist im höchsten Maße lobenswert“, sagte Joachim Kunth, CDU-Bürgermeister der Gemeinde, nach der Einweihung der neuen Gedenktafel.

Sie erinnert an den ehemaligen Geistlichen Matthias-Werner Pünder, der vom 5. Dezember 1894 bis zum 21. Juli 1915, bis zu seinem Tode, in Vettweiß Pfarrer war. Im Juni 1906 hatte er das Dekanat Nideggen übernommen.

Die Erneuerung der Tafel war notwendig gewesen, weil sie so verwittert war, dass kaum noch Buchstaben zu erkennen waren. Sie drohte, in sich zusammenzufallen.

Der Heimat- und Geschichtsverein Vettweiß nahm sich der Sache an und informierte den zuständigen Pfarrer Gerd Kraus. Sogar der Ortsausschuss Vettweiß wurde mit ins Boot geholt, die Kirche tat ihr Scherflein dazu, so dass jetzt Pfarrer Gerd Kraus nach dem sonntäglichen Gottesdienst unter Beteiligung vieler Gläubiger die neue Gedenktafel für den beliebten Pfarrer einsegnen konnte.

Der Vorsitzende des Vettweißer Heimat- und Geschichtsvereins, Franz Erasmi, nannte bei der Einweihung noch einmal die Gründe für die Erneuerung der Gedenktafel. Dokumente, egal welcher Art, seien sie aus Papier oder wie hier als Gedenktafel in einem Rahmen hinter Glas, seien Zeugen aus der Vergangenheit einer Gemeinde. Sie erzählten den Nachfahren aus dem Leben vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten und lehrten sie somit unterscheiden, was gut und was schlecht ist. „Solche Erinnerungen dürfen wir nicht verkommen lassen“, forderte Franz Erasmi.

Matthias-Werner Pünder wurde am 12. Oktober 1843 in Lückerath in der Eifel geboren. Nach dem Abitur studierte er Theologie in Bonn und Münster, bevor er im April 1870 in Köln zum Priester geweiht wurde. Seine Pfarrstellen führten ihn über Köln-Longerich und Baasem, Kreis Euskirchen, zu guter Letzt nach Vettweiß, wo er auch beerdigt ist.

In der Bevölkerung und bei den Gläubigen war „Pastur Mattes“, wie er stets genannt wurde, überaus beliebt. Er bemühte sich „überall und in allem das Beispiel des guten Hirten nachzuahmen“.

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