Düren - Neue Führungsstruktur im Dürener Krankenhaus

Neue Führungsstruktur im Dürener Krankenhaus

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Die neue Krankenhausdirektion: Geschäftsführer Uwe Stelling, sein Stellvertreter Dr. Gereon Blum, Peter-Josef Dorn, Dr. Michael Flaßhove und Hartmut Nesselrath (von links). Foto: Johnen

Düren. Das Krankenhaus Düren hat eine neue Führungsstruktur. Auf Beschluss des Aufsichtsrates wird die bisherige Spitze von Geschäftsführer Uwe Stelling und seinem Stellvertreter Dr. Gereon Blum um eine sogenannte Krankenhausdirektion erweitert. Diesem Gremium gehören neben Stelling und Blum der Ärztliche Direktor Dr. Michael Flaßhove, Pflegedirektor Peter-Josef Dorn und der designierte Verwaltungsdirektor Hartmut Nesselrath an.

Entscheidungen werden nach der Mehrheitsregel getroffen. Bei strategischen Entscheidungen hat der Geschäftsführer ein Veto-Recht.

„Die Einrichtung einer Krankenhausdirektion ändert nichts daran, dass die operative und strategische Verantwortung beim Geschäftsführer liegt”, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl-Albert Eßer.

Der Vorschlag, eine Direktion einzurichten, sei von der Geschäftsführung angestoßen worden, „um dem besonderen Wachstum der Klinik Rechnung zu tragen”. Durch eine breite Aufstellung des Gremiums sollen Entscheidungsprozesse auf mehrere Schultern verteilt werden, die Kommunikation im Haus verbessert und „die Versorgung der Patienten optimiert” werden.

„Wir stehen als kommunales Krankenhaus vor großen Herausforderungen und müssen noch effizienter arbeiten als bisher”, sagte Eßer. Steigenden Patientenzahlen und dem Personalzuwachs sei mit einer „noch weiteren Aufgabenverteilung” zu begegnen, um „bei der Qualität eine Marke zu setzen”, führte Uwe Stelling aus.

Zuletzt war Kritik an Stellings Führungsstil laut geworden. Mit einem Brief wandte sich die Kreisstelle Düren der Ärztekammer Nordrhein wegen einer „ständig wachsenden Zahl von Beschwerden der Mitarbeiter” an den Aufsichtsrat. Ein Kritikpunkt: Das Vertrauen der Klinik-Mitarbeiter in die Geschäftsführung sei „nachhaltig gestört”.

Die Einrichtung einer Krankenhausdirektion sei keine Reaktion auf die Kritik an der Person Stellings, stellte Karl-Albert Eßer klar. „Dieser Schritt war schon lange in Vorbereitung.” Der Aufsichtsrat habe sich um die Kritikpunkte im Schreiben der Kammer gekümmert.

„Ich habe mich der Kritik gestellt”, sagte Stelling. „Ich möchte Uwe Stelling den Rücken stärken”, fügte der Aufsichtsratsvorsitzende hinzu. Jeder Mensch mache möglicherweise Fehler. Die „wenigen haltbaren” Kritikpunkte seien aufgegriffen worden. Mit welchen Konsequenzen?

Es bestehe mehr Informationsbedarf im Haus und es gebe den Wunsch, an Entscheidungen besser beteiligt zu sein, sagte Stelling. Die Direktion soll künftig „Wünsche und Rückmeldungen” besser transportieren.

„Der Diskussionsprozess hat uns und der Klinik gut getan”, urteilte Vize-Landrätin Liesel Koschorreck (SPD) als stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende. Jetzt sei es an der Zeit, das Krankenhaus Düren weiter zu entwickeln, den Standort zu stärken.

Die Diskussion um Geschäftsführer Uwe Stelling sei abgeschlossen. „Wir wollen heute ein Stück Aufbruch signalisieren”, schloss Karl-Albert Eßer.
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