Neue Chance für die Vettweißer Hauptschule

Von: bugi
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Vettweiß. Nach dem Aus für die geplante Vettweißer Realschule gibt es einen neuen Anlauf, die Hauptschule zu erhalten. Dafür muss aber alles ganz schnell gehen. Ein offizielles Anmeldeverfahren für die Schule, die eigentlich auslaufen sollte, wird es nicht geben.

Dennoch hat die Bezirksregierung signalisiert, dass man sich unter bestimmten Voraussetzungen die Bildung einer neuen Eingangsklasse vorstellen könne. Das wurde am Montag in der Sitzung des Vettweißer Schulausschusses deutlich. So müssten Eltern von 18 Kindern ihre Sprösslinge an der Schule anmelden. Das dürfe aber nicht dazu führen, dass an anderen Schulen durch eine eventuell notwendige Abmeldung Klassen nicht gebildet werden können.

Schulleiterin Hannelore Böhr hatte in der Sitzung noch ein mal versichert, dass es neun Anmeldungen gab, die man aber aufgrund des Anmeldeverfahrens für die Realschule nicht entgegen nehmen durfte. Zudem habe es weitere neun Anfragen gegeben. Diese Eltern sollen nun über die neue Möglichkeit einer verbindlichen Anmeldung informiert werden.

Frau Böhr setzt zudem darauf, dass in anderen Kommunen noch nicht alle Kinder für weiterführende Schulen angemeldet worden sind, beziehungsweise sich Eltern aus Vettweiß für Schulen in Düren entschlossen hätten, weil eine Anmeldung in Vettweiß bisher nicht möglich war. Böhr: „Unsere Schule hat einen guten Ruf. Wir können in kleinen Klassen unterrichten und sind auch für Nörvenich, Merzenich und Kreuzau über eine direkte Busverbindung erreichbar.“

Die Zeit drängt allerdings. Unmittelbar nach den Osterferien erwartet die Bezirksregierung eine Rückmeldung. Mit anderen Worten: Eine Anmeldung ist nur in den Ferien möglich. Dazu wird das Sekretariat der Schule am Dienstag, 2. April, Donnerstag, 4. April, sowie Freitag, 5. April, jeweils von 9 bis 12 Uhr geöffnet sein. Telefonisch ist die Schule unter Telefon 02424/7654 zu erreichen.

Viele Rückläufer

Schon in der Vergangenheit hatte sich Schulleiterin Hannelore Böhr massiv für den Erhalt der Vettweißer Hauptschule eingesetzt. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Schülerzahlen in den fortlaufenden Jahrgängen durch Rückläufer von Gymnasien oder Realschulen stets deutlich zugenommen haben.

So war schon in der Vergangenheit das Phänomen zu erleben, dass man zwar Schwierigkeiten hatte, die Eingangsklassen im 5. Schuljahr überhaupt zu bilden, ab dem 7. Schuljahr die Klassen dann deutlich voller wurden. Eine Tendenz, die anhält. Hannelore Böhr: „Unser jetziger 7. Jahrgang ist mit 13 Kindern gestartet. Aktuell sind aber 23 Kinder in der Klasse.“

Ein deutliches Zeichen für die Hauptschule hat auch der Schulausschuss gesetzt. Alle Parteien haben ihre Unterstützung signalisiert und vorsorglich dem Rat empfohlen, das Aus für die Hauptschule zurückzunehmen.

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