Kreuzau - Neue Ausstellung im Rathaus: Beeindruckende Bildsprache

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Neue Ausstellung im Rathaus: Beeindruckende Bildsprache

Von: han
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Ein ungewöhnlicher Titel und nicht alltägliche Bilder. „Neue Männer braucht die Wand“ fordert Angela Stamm in ihrer Ausstellung, die jetzt von Bürgermeister Walter Ramm eröffnet wurde. Foto: Hannes Schmitz

Kreuzau. Mit ihrem Song „Neue Männer braucht das Land“ besang einst Ina Deter, getragen von der Neuen Deutschen Welle, ein neues Männerbild. „Neue Männer an die Wand“ wünscht sich die Künstlerin Angela Stamm, die im Kreuzauer Rathaus die Blickrichtung in farbenprächtigen Bildern auf die Exemplare des männlichen Geschlechts richtet.

Die in Untermaubach lebende Malerin will in ihren Arbeiten Seiten und Werte des täglichen Lebens zeigen, die oft genug wegen der komplexen und konsumorientierten Lebensweise mit ihrer hochtechnisierten und suchtartig vereinnahmenden Kommunikationswelt, wie es Bürgermeister Walter Ramm bei der Ausstellungseröffnung formulierte, vielleicht nicht mehr in dieser Form wahrnehmen.

Die Bildsprache, die die ehemalige Lehrerin nutzt, ist gewaltig, um sich dem Betrachter mitzuteilen und sich intensiv mit ihm zu einem Thema auseinanderzusetzen. Im Fokus steht dabei die „Portraits von Männern und deren eigenem Ich“.

Sie verzichtet auf die platte plakative mediale Darstellung des Lebens und der Reduzierung auf Lust und Sex. Vielmehr besteht ihr Interesse darin, den „Mann“ mit seiner Seele, seinen Interessen, seinen Neigungen, seinen Fähigkeiten, seinem Beruf darzustellen. Zu ergründen, was seine Persönlichkeit ausmacht, was den einzelnen „Mensch Mann“ von anderen unterscheiden kann oder was ihn als Person vielleicht einzigartig machen könnte. Parteiisch und neutral präsentiert sie Ergebnisse, behandelt mit klarem Signal das Thema der Gleichwertigkeit von Mann und Frau, deren Beziehung zueinander und ihre gegenseitige Akzeptanz.

Sie vermittelt in ihren Arbeiten oder bezieht klar Stellung, nagelt im übertragenen Sinne den „Mann aber auch an die Wand“. Gleichwertigkeit beinhaltet Gleichberechtigung lautet ihr Credo.

Angela Stamm wurde in Bonn geboren, verbrachte ihre Kindheit und Brüssel und kehrte 1966 nach Bonn zurück. Sie studierte Romanistik und Anglistik und arbeitete von 1982 bis 2001 als Fremdsprachenlehrerin in Aachen. Künstlerisch hat sie sich weiter gebildet in Avignon und Madrid, Aachen, Augsburg, Bonn, Münster, Ulm, Würselen, verschiedenen Sommerakademien und seit Juli dieses Jahres in der Akademie Lendersdorf.

Mittlerweile kann sie auf eine ganze Reihe von Auszeichnungen und Preisen zurückblicken. Zahlreiche Zeichnungen in Tusche und Kohle, Aquarelle, Öl- und Gouachebilder sind auf ihren Reisen entstanden.

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