Neue Aufgaben für die Feuerwehrleute

Von: Fred Schröder
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Gelebte Feuerwehrtradition in Langerwehe: In der Jahreshauptversammlung wurden die Veteranen der Freiwilligen Feuerwehr geehrt und ausgezeichnet. Foto: Fred Schröder

Langerwehe. Auf die Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde Langerwehe kommt eine ebenso neue wie zusätzliche Aufgabe zu. Mit der in Kürze zu erwartenden Freigabe der Autobahnauffahrt Luchem wird die Mannschaft um Wehrleiter Guido Gerhards für zwei Streckenabschnitte der A 4 zuständig, in Fahrtrichtung Köln für den Bereich zwischen Luchem und Düren sowie auf der Gegenseite zwischen den Anschlussstellen Luchem und Weisweiler/Eschweiler-Ost.

„Für diese neue Aufgabe stehen Finanzmittel zur Verfügung, um die notwendigen Ausrüstungsgegenstände zu kaufen“, erklärte der Wehrleiter.

Mit der kürzlich erfolgten Beschaffung eines modernen Einsatzleitwagens hat die Gemeinde die letzte Maßnahme des Brandschutzbedarfsplanes umgesetzt, betonte der Wehrleiter. Er kann auf 207 Aktive in der Wehr zurückgreifen, darunter ein Dutzend Frauen.

In der Jugendfeuerwehr bereiten sich 66 Mädchen und Jungen auf den Einsatz in der Wehr vor. Fünf von ihnen (Lucas Collet, Miriam Raasch, Jens Reinartz, Dominik Krieg und Celina Kinzweiler) wurden innerhalb der Jahreshauptversammlung in den aktiven Teil der Wehr übernommen. In der Zeit vom 21. November 2014 bis zum 19. November 2015 fuhr die Feuerwehr Langerwehe 105 Einsätze; darunter auch einen kuriosen: In Schlich brannte die Krone des Maibaumes.

Im Rahmen der Ausbildung kooperiert die Langerweher Wehr mit den Nachbarn aus Niederzier und Inden sehr erfolgreich, was sich in der großen Zahl der Beförderungen ausdrückte. Spielerisch schulten die Brandschutzerzieher der Wehr 159 Vorschulkinder und die sehr aktive Jugendfeuerwehr durfte sich über ein Zeltlager im Berchtesgadener Land freuen.

Und nicht nur das. Lob wie für die gesamte Wehr („Sie ist einer der Mittelpunkte der Gemeinde“) vom Schlicher Landtagsabgeordneten Peter Münstermann gab es auch für den Nachwuchs. Und Münstermanns Ehefrau Steffi überreichte im Namen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen 1300 Euro aus dem Erlös des Trödelmarktes der SPD-Frauen an den Feuerwehr-Nachwuchs.

Für den neuen Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar, der seit dem 1. November im Amt ist, war die Jahreshauptversammlung der Langerweher Feuerwehr eine Premiere: Es war sein erster Besuch bei einer Gemeindewehr. „Die Berichte sprechen für die Einsatzbereitschaft der Wehr und ihren hohen Stand in Einsatz und Ausbildung“, lobte Eismar.

Im Vorgriff auf das neue Feuerschutzgesetz des Landes NRW übte der Kreisbrandmeister Kritik: „Es kann nicht sein, dass die Freiwillige Feuerwehr Ölspuren beseitigt und Tierkadaver aufsammelt und deshalb die Aktiven vom Arbeitsplatz abberufen werden. Das macht kein Arbeitgeber mit“. Breiten Raum in der Versammlung nahmen die Ehrungen ein. Die Goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes überreichte Eismar an Heinz-Peter Fourne.

Für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Markus Heinemanns, Sascha Scharnetzki, Ingo Bongartz, Jannik Hofmann, Christoph Reinartz, Sascha Stach, Frank Rensinghoff und Sven La Noutelle. Ausgezeichnet für 35-jährige Treue wurden Hans-Peter Schraven, Manfred Esser, Ralf Maahsen und Hans-Michael Loevenich. Seit 50 Jahren gehören Georg Esser und Heinrich Schoeller der Wehr an und in Abwesenheit ehrte der Wehrleiter für 60-jährige Mitgliedschaft Josef Klein.

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