Neue Anlage erzeugt bis zu 77 Tonnen Dampf pro Stunde

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Zehn Millionen Euro hat der Magdeburger Energiedienstleister Getec in das neue Kraftwerk der Firma Schoellershammer investiert. Foto: Abels
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Zehn Millionen Euro hat der Magdeburger Energiedienstleister Getec in das neue Kraftwerk der Firma Schoellershammer investiert. Foto: Abels

Düren-Krauthausen. Wer industriell Papier herstellen will, benötigt Wasserdampf, viel Wasserdampf. Als sich die Geschäftsführung der Papierfabrik Schoellershammer vor Jahren entschied, die Produktionskapazität von 250.000 Tonnen Wellpappenrohpapier im Jahr mit dem Neubau einer 110 Millionen Euro teuren Papiermaschine (PM) zu verdoppeln, musste sie sich also gleichzeitig Gedanken über die Wasserdampfversorgung machen.

Die bestehende Anlage reichte nicht aus, um beide Papiermaschinen zu versorgen. „Wir haben uns seinerzeit auf dem Markt umgesehen, verschiedene Konzepte geprüft und schließlich für eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage des Magdeburger Energiedienstleisters Getec entschieden“, betonte Geschäftsführer Armin Vetter am Mittwoch bei der offiziellen Einweihung der neuen Anlage, die die neue PM 6 seit ihrer Inbetriebnahme störungsfrei mit Wasserdampf versorgt. Getec hat nach Angaben des Vorstandssprechers Volker Schulz rund zehn Millionen Euro in die Anlage investiert.

Das Magdeburger Unternehmen, das in Düren auch bereits für die Papierfabriken Kanzan und Reflex tätig ist, hat die Anlage geplant, errichtet und übernimmt zehn Jahre lang den Betrieb. „Wir haben bei Schoellershammer kein normales Heizkraftwerk gebaut, wir haben die Energieversorgung vielmehr auf mehrere Säulen gestellt“, betonte Schulz bei der Vorstellung der Anlage, die nicht nur den benötigten Wasserdampf (bis zu 77 Tonnen pro Stunde) erzeugt, sondern – kraftwärmegekoppelt – auch Strom.

Die Anlage ist auf mehrere Brennstoffe ausgelegt. Sie kann mit Braunkohlestaub ebenso betrieben werden wie mit Erdgas. Und auch das in der Kläranlage der Papierfabrik direkt vor Ort anfallende Biogas kann verwertet werden. Diese Art der Energieversorgung sei besonders umweltfreundlich, zukunftsweisend und trage dazu bei, dass die Energie- und damit die Produktionskosten niedrig bleiben, betonten die Getec-Experten. „Wir haben von Getec ein Rundum-sorglos-Paket erhalten und können uns somit auf unsere Kernkompetenz, die Herstellung von Papier, konzentrieren“, betonte Vetter.

Und das läuft augenscheinlich sehr gut. Wie zu hören war, hat Schoellershammer im laufenden Jahr schnell Abnehmer für die zusätzliche Produktionsmenge gefunden. Die Nachfrage nach Wellpappenrohpapier, aus dem Kartonagen hergestellt werden, steigt seit Jahren. Allein in Europa werden jährlich rund 20 Millionen Tonnen benötigt.

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