Neubau verbessert die Anbindung an den Regionalverkehr

Von: sj
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Premiere am Bahnsteig: Gestern
Premiere am Bahnsteig: Gestern wurder der neue Kreuzungsbahnhof offiziell eröffnet. Foto: Johnen

Huchem-Stammeln. Die Rurtalbahn gehört zu den pünktlichsten Bahnen in ganz Nordrhein-Westfalen. Mehrfach schon war der Regionalverkehrsanbieter bei Untersuchungen ganz vorne mit dabei.

Dennoch wurde es in der Vergangenheit für Fahrgäste am Dürener Bahnhof manchmal kritisch, wenn sie einen Zug nach Aachen oder Köln erwischen wollten. Die Anschlüsse zu den Regionalexpress-Verbindungen wurden wegen Fahrplanverschiebungen merklich erschwert, die Zeit zum Umsteigen wurde knapp. Von einer „besseren Andockung an Düren”, sprach daher am Sonntag Landrat Wolfgang Spelthahn, der den neuen Kreuzungsbahnhof in Huchem-Stammeln offiziell eröffnete.

Weder Spelthahn noch Bürgermeister Hermann Heuser oder andere Vertreter der Rurtalbahn und des Nahverkehrs waren es, die das obligatorische rote Band durchschnitten. Diese Aufgabe übernahm ein neuer „Regio-Shuttle”-Zug, der ab sofort auf der Strecke nach Heimbach eingesetzt wird, und der das Band mit Leichtigkeit bei seiner Einfahrt in den Bahnhof zum Reißen brachte. „Die Flexibilität auf der eingleisigen Strecke zwischen Jülich und Düren wird deutlich erhöht. Dadurch wird auch die Anbindung an den Regionalverkehr verbessert, erklärte Hans-Peter Nießen von der Rurtalbahn. Auch die Takte von Bus und Bahn wurden neu aufeinander abgestimmt. Seit Sonntag gilt der neue DKB-Fahrplan, der im Dürener Service-Center als Taschenfahrplan für 2,50 Euro erhältlich ist.

4,5 Millionen Euro stecken in dem Neubau des Kreuzungsbahnhofs. Zwei Weichen mussten eingebaut werden, es entstanden ein neuer barrierefreier Mittelbahnsteig und ein elektronisches Stellwerk. Fünf Bahnübergange - davon zwei Neubauten - wurden technisch gesichert. Die Bauarbeiten dazu begannen im März. Hermann Heuser, der sich angesichts der längeren Bauzeit bei den Anwohnern für deren Geduld bedankte, unterstrich: „Der Bahnhof hat seine alte Bedeutung wiedererlangt.” Heuser verwies darauf, dass der Bahnhof im 19. Jahrhundert drei Gleise hatte. Neben Krauthausen ist „Huchem-Stammeln Hauptbahnhof” nun der zweite Begegnungsbahnhof auf der Strecke Düren-Jülich.

„Die Rurtalbahn hat einen gewaltigen Aufschwung erlebt”, blickte Wolfgang Spelthahn auf die Privatisierung der Bahnstrecke zurück. Waren es zu DB-Zeiten 850 Gäste, die täglich die Verbindung von Jülich nach Düren nutzten, seien es nach jüngster Fahrgastzahlenerhebung 5500. „Das ist eine regelrechte Erfolgsgeschichte”, urteilte Spelthahn. „Jeder in Huchem-Stammeln verbaute Cent ist auch eine Investition in die Zukunft der Region.”
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