Neuaufbau der alten Stadtgärtnerei abgeschlossen

Von: Lukas Weinberger
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Pastor Alfred Bergrath, der die Stadtgärtnerei einsegnen wird, Richard Müllejans, Beate Steiger-Nohr (beide DSB) sowie der neue Stadtförster Rudolf Niehaus und sein Vorgänger Uwe Voßen (v. l.) sind stolz auf die renovierte Stadtgärtnerei. Foto: Weinberger

Düren. Die spätsommerliche Sonne strahlt auf die Treibhäuser und Beete herab. Sträucher, Bäume und Blumen blühen. Tomaten reifen. Die alte Dürener Stadtgärtnerei erstrahlt nun in einem ganz neuen Glanz. Rund fünf Jahre war der Dürener Service Betrieb mit der Sanierung der alten Gärtnerei beschäftigt.

„Hier war alles extrem baufällig. Wir haben gar daran gedacht, alles abzureißen und die Fläche anders zu vermarkten”, erklärt Richard Müllejans, Leiter des DSB. Doch die Verantwortlichen entschieden anders. „Ich hatte viele Ideen, was aus der Stadtgärtnerei alles herauszuholen ist”, sagt Müllejans.

Viele davon seien auch schon umgesetzt worden. Besonders Gerd Hartung, zuständig für die Grün-Erhaltung beim DSB, und sein Team wurden eingespannt und verpassten der Stadtgärtnerei den neuen Anstrich.

Am 3. Oktober wird die Stadtgärtnerei offiziell mit einem ökumenischen Wortgottesdienst unter dem Motto „Mit der Schöpfung umgehen” eingeweiht und eingesegnet. Abgeschlossen ist das Projekt damit aber längst noch nicht. Schon im nächsten Jahr werden dort Workshops angeboten. „Vielen Menschen, vor allem Kindern, ist die Natur fremd geworden.

Mit der Stachelbeere beispielsweise wissen die wenigsten etwas anzufangen”, weiß Beate Steiger-Nohr, die die Workshops leiten wird. Kinder, aber auch Erwachsene, können in der Stadtgärtnerei Beete bepflanzen, Obst und Kräuter säen, beobachten, wie sich alles entwickelt und schließlich ihre Ernte einfahren.

Auch für die große Halle auf dem Gelände der Stadtgärtnerei gibt es schon Zukunftspläne: „Darin könnte ein Umwelttheater entstehen”, orakelt Steiger-Nohr. Weiterhin kann dann in der Naturwerkstatt nach Herzenslust mit den Materialien, die Garten und Wald hergeben, gebastelt und gebaut werden.

Denn wie der Garten soll auch der Dürener Wald in Zukunft von Kindern und Erwachsenen „stadtnah” erkundet werden. Dafür will der neue Stadtförster Rudolf Niehaus sorgen (siehe auch Infobox). Ob Wasserwelten an der Rur, Geheimnisse des Waldes oder das praktische Arbeiten im Forst: „Es gibt hier im Wald vieles zu entdecken”, weiß der Stadtförster.

Darum bietet er Führungen für Kindergartengruppen, Schulklassen, aber auch alle anderen interessierten Gruppen an. „Wir arbeiten zudem eng mit Vereinen und Verbänden zusammen, um langfristig ein optimales Angebot bereitstellen zu können”, blickt Niehaus in die Zukunft.

Der Hauptauslöser für die Initiative des Service Betriebs, Wald, Garten und Natur den Menschen auch in Düren näher zu bringen, sei ein ganz einfacher, erklärt Richard Müllejans: „Es kann nicht sein, dass Dürener Kindergärten und Schulklassen bis nach Nettersheim fahren, um dort Bäume, Sträucher und Umwelt kennen zu lernen, wenn wir doch hier in Düren selbst so ein riesiges Potenzial vor der Haustür haben.”

Nun soll also auch im Stadtwald und in der Stadtgärtnerei das Gefühl für die Natur vermittelt werden. „Dann müssen die Dürener auch nicht mehr bis nach Nettersheim fahren. Und vielleicht kommen die Nettersheimer dann nach Düren, um hier Wald und Garten zu erkunden”, scherzt Müllejans.
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