Netzwerk: Lkw-Fahrern per Navi helfen

Von: bugi
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Vettweiß. De Gemeinde Vettweiß wird dem Netzwerk „effiziente und verträgliche Lkw-Navigation in der Metropolregion Rheinland“ beitreten. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen.

Ziel des Netzwerkes ist es, Lkw-Fahrern kommunales Datenmaterial zur Verfügung zu stellen, welcher Verkehrsraum in der jeweiligen Kommune besonders geeignet ist und welche Straßen aufgrund von Restriktionen, zum Beispiel niedriger Brücken, besser nicht befahren werden sollten. Kommunen nutzen diese Möglichkeit zum Beispiel, um so Vorrangstrecken für Lkw-Fahrer zu definieren, um Ortschaften vom Durchgangsverkehr freizuhalten.

Bisher greifen Lkw-Fahrer eher auf normale Navigationsgeräte zurück, in denen spezifische Daten für den Lkw-Verkehr nicht definiert sind. Beispiel für die Region Rheinland ist der erfolgreiche Start eines entsprechenden Projektes in der Ruhrregion.

„Wenn wir Entlastungen auf unseren Straßen haben wollen, macht es Sinn, hier Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Diese Chance sollten wir nicht vergeben“, argumentierte Bürgermeister Josef Kranz. Passend dazu winkte der Rat einen SPD-Antrag durch, den überörtlichen Lkw-Durchgangsverkehr in Ginnick und Froitzheim zu entschärfen (wir berichteten). Hier sollen Gespräche mit dem Straßenverkehrsamt geführt werden.

Die Gestaltung der Außenanlage

Einigkeit herrschte im Rat auch bei der Bereitstellung überplanmäßiger Mittel in Höhe von 20.000 Euro für das Feuerwehrgerätehaus in Soller. Das neue Gebäude steht kurz vor der Fertigstellung, es fehlten allerdings noch Mittel für die Gestaltung der Außenanlage sowie für Restarbeiten im Innenausbau.

Konkrete Gestalt nimmt inzwischen die Gedenktafel an, die an die ehemaligen jüdischen Mitbürger im Ort erinnern sollen. Eine Gruppe Jugendlicher, die sich auch für die Verlegung der Stolpersteine in der Kommune stark gemacht hatte, legte zwei Entwürfe für eine Gedenktafel vor. Einer davon soll zügig realisiert werden.

Der favorisierte Entwurf sieht ein Tafel in Form eines Davidsterns vor, in dessen Zentrum sich eine Zeichnung der ehemaligen Synagoge von Vettweiß befindet. Die Tafel trägt zudem die Namen der Familien, die ermordet, deportiert, entrechtet und gedemütigt wurden. Sowohl CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Franzen als auch SPD-Fraktionsvorsitzender Jürgen Ruskowski zollten den Jugendlichen Respekt für ihren Einsatz. In die Realisierung der Tafel soll nun ein Handwerker aus Vettweiß einbezogen werden.

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