Neapco: Mitarbeiter erhalten Jobgarantie für fünf Jahre

Von: Sandra Kinkel
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Geschäftsführung und Betriebsrat können sich freuen: Nach Jahren der Flaute gibt es eine Arbeitsplatzgarantie bis Ende 2018. Von links: Dr. Martin Esser, Erik Leenders, Peter Nießen, Dr. Christof Traidl und Jürgen Müller. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Im Dürener Werk von Automobil-Zulieferer Neapco hatten die rund 700 Mitarbeiter, Betriebsratsvorsitzender Peter Nießen und die drei Geschäftsführer Erik Leenders, Dr. Christof D. Traidl und Dr. Martin Esser am Samstag allen Grund zu feiern.

Nicht nur, dass das Werk zum ersten Mal seit der Übernahme durch Neapco vor ziemlich genau drei Jahren zu einem großen Familientag eingeladen hatte. Nein, gefeiert wurden auch 45 Jahre Standort Düren, 30 Jahre Ausbildung in Düren und vor allen Dingen das Ende der Kurzarbeit im Werk zum 1. September.

Einer, der seit 45 Jahren im Dürener Werk, wo heute unter dem Namen Neapco produziert wird, ist Betriebsratsvorsitzender Peter Nießen. „Es war um unseren Standort nicht immer gut bestellt“, so Nießen, „und wir sind sehr stolz, dass unser Standort immer noch existiert und dass er Zukunft hat.“

Die Zukunft von Neapco in Düren ist – mindestens – bis zum 31. Dezember 2018 gesichert, so lange gilt nämlich der im August zwischen Geschäftsführung, Belegschaft und IG Metall geschlossene „Zukunftstarifvertrag“. Geschäftsführer Dr. Christof D. Traidl spricht von einem „gemeinsamen, sehr erfolgreichen Ringen um den Standort Düren.“

Peter Nießen nennt die wichtigsten Eckpunkte des „Zukunftstarifvertrages“: „Es wird im Dürener Werk bis zum 31. Dezember 2018 keine betriebsbedingten Kündigungen geben, es wird am Standort weiter ausgebildet, in Düren soll zudem weiter investiert werden. Außerdem, auch das ist für uns ganz wichtig, wird es in Düren weiterhin eine Entwicklungsabteilung geben.“ Auch dass die beiden Werke Düren und Praszka in Polen eine Zukunft haben, sei in dem Vertrag ausdrücklich formuliert.

Möglich geworden ist dieser Vertrag nur Dank einer sehr erfreulichen Auftragslage für Neapco. In Düren werden Antriebswellen für den Ford Transit Connect hergestellt, außerdem wird für den Mini und den BMW Einser in Düren produziert, auch Antriebswellen für Daimler-Benz-Modelle kommen aus Düren. Erik Leenders: „Wir produzieren auch für VW und sind bei den neuen Ford-Modellen, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen, gut dabei.“

Es sei gelungen, ergänzt Dr. Martin Esser, nicht mehr nur „einseitig fordlastig“ zu produzieren. Erik Leenders: „Die meisten der Modelle, für die wir produzieren, laufen bis zum Jahr 2022, so dass wir fest davon ausgehen, dass der Standort Düren auch nach 2018 noch eine Zukunft haben wird.“ Dr. Christof Traidl formuliert das so: „Die Fabrik ist in einem sehr guten Zustand. Wir sind präpariert für zukünftiges Wachstum.“ Kein Wunder, dass die Mitarbeiter von Neapco mit ihren Familien am Samstag wirklich ein fröhliches Fest gefeiert haben.


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