Neapco erhält Millionenauftrag

Von: Jörg Abels
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Die Neapco-Geschäftsführer D
Die Neapco-Geschäftsführer Dr. Christof Traidl (l.), Martin Esser und Eric Leenders (r.) blicken mit dem Betriebsratsvorsitzenden Peter Nießen (2.v.l.) voller Zuversicht in die Zukunft des Antriebswellen-Herstellers. Foto: ja

Düren. Beim Dürener Automobilzulieferer Neapco sieht die Zukunft wieder mehr als rosig aus.

18 Monate nach der Übernahme des ehemaligen Tedrive- und Ford-Werks durch die US-amerikanische Neapco-Holding und dem damit verbundenen Ende der Insolvenz hat die neue Geschäftsführung um den Vorsitzenden Dr. Christof Traidl einen millionenschweren Großauftrag eines namhaften deutschen Automobilhersteller an Land gezogen.

Von 2014 bis 2020/21 werden in Düren und im polnischen Schwesterwerk der Neapco Europe GmbH Antriebswellen für eine neue Modellplattform gefertigt.

Umsatzplus bis zu 50 Millionen

Ein Auftrag, der in der Spitze mit einem jährlichen Umsatzvolumen von 50 Millionen Euro verbunden ist und allein am dann wieder voll ausgelasteten Standort Düren rund 100 Arbeitsplätze sichert, wie Geschäftsführungsmitglied Eric Leenders am Mittwoch erläuterte.

Aber nicht nur das: Mit dem Großauftrag könnte Neapco auch der Einstieg ins zukunftsträchtige Elektro- und Hybridfahrzeuggeschäft gelingen, freut sich der Betriebsratsvorsitzende Peter Nießen über die sehr gute Perspektive für seine 700 Kollegen an der Henry-Ford-Straße.

Zudem macht der Auftrag den Weg für Investitionen in einer Größenordnung von zunächst einmal zehn bis 15 Millionen Euro in beide Standorte frei, die sich ab 2013 noch deutlich erhöhen könnten, erläuterte Christof Traidl. Und auch Neueinstellungen sind geplant. „Zwar noch nicht im kommenden Jahr”, erklärte Leenders, das sich noch ein wenig schwierig gestalte, „aber schon ab 2013”. Schon jetzt verstärkt das Unternehmen seine Ausbildung. Denn, und darauf machte Peter Nießen aufmerksam, im Jahr 2016 ist ein Großteil der aktuellen Belegschaft älter als 57 Jahre.

Vor allem aber macht der neue Großauftrag das Dürener Werk ein wenig unabhängiger von der früheren Firmenmutter Ford, die mit rund 75 Prozent des Umsatzes immer noch Hauptabnehmer der Neapco-Europe-Produkte ist. Weltweit werde Neapco auch weiterhin verstärkt die Zusammenarbeit mit Ford suchen, betonte Traidl, im Dürener Werk aber sollen vor allem Aufträge anderer Hersteller für das erhoffte Wachstum sorgen.

In diesem Zusammenhang steht die Geschäftsführung bereits kurz vor dem Abschluss eines weiteren Großauftrags. „Wir hoffen, dass wir noch vor Weihnachten Vollzug melden können”, betonte der Vorsitzende der Geschäftsführung, der auch guter Dinge ist, dass Neapco bei der Vergabe weiterer Aufträge großer Hersteller im kommenden Jahr zum Zuge kommen wird.

Traidls Ziel ist es, den Umsatz in den kommenden fünf bis sieben Jahren zu verdoppeln. Auf dem Weg dahin hat die Geschäftsführung neben dem Großauftrag auch bereits weitere Erfolge erzielt. So konnte allein in Düren der Umsatz mit Differentialen (Getrieben) um gut acht Millionen Euro gesteigert werden.
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