Naturschutz wird an Kall und Rur groß geschrieben

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Astrid Uhlisch, Anne Simang, Heidrun Düssel-Siebert und Bürgermeister Axel Buch (von links) eröffneten die Ausstellung „Life+ Naturschutz an der Kall“ im Kleinhauer Rathaus. Foto: Bruno Elberfeld

Hürtgenwald. In seiner Begrüßung brachte es der Bürgermeister der Gemeinde Hürtgenwald, Axel Buch, auf den Punkt. „Durch dieses Projekt wird die Natur dahin zurückgeführt, wo sie vor vielen Jahren einmal war“, prophezeite der Erste Bürger Hürtgenwalds. Stolz und ermutigt gleichzeitig sei er, fuhr Buch fort, dass dieses Vorhaben in seiner Gemeinde starte. Es sei eine sinnvolle Arbeit, die Mensch und Natur in vernünftiger Weise berücksichtige.

Begrüßen konnte Buch unter anderem Vertreter der Bezirksregierung Köln, des Nationalparks Eifel, des Fördervereins der Biologischen Stationen des Kreises Düren und der Städteregion Aachen sowie Anne Simang vom Büro „Astrale Particip“, die das Projekt im Auftrag der Europäischen Union begleitet.

Für den Projektträger, die Biologische Station des Kreises Düren, war Geschäftsführerin Heidrun Düssel-Siebert vor Ort. Ihre Kollegin Astrid Uhlisch, Projektleiterin des Projekts „Life+ Naturschutz an der Kall“, führte in das Projekt ein. Auf den Schautafeln im ersten Stock des Kleinhauer Rathauses geht es um die verschiedenen Lebensräume der Kall vom Quellgebiet in der Nähe von Konzen bis zu ihrer Mündung in die Rur in Zerkall. In beeindruckenden Fotos wird die abwechslungsreiche Landschaft der Mittelgebirgstäler und der romantischen Auen dokumentiert.

Bewohner dieser Landschaft, die Mühlkoppe (Fisch des Jahres 2006 in Deutschland und Österreich), das Bachneunauge, der Lachs (auf seine Rückkehr wartet man noch) und der Blauschillernde Feuerfalter werden ins Bild gerückt, damit der Betrachter die Schutzwürdigkeit dieser herrlichen Lebewesen begreift. Kurzum: Ziel ist es, das Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Gebiet den Menschen näher zu bringen, damit sie die Welt, in der sie leben, noch besser schützen.

Bäche sollen für Fische und andere Wassertiere wieder durchgängig gestaltet werden. Verrohrungen werden entfernt, Brücken müssen gebaut werden, Staustufen und Wehre sollen keine Hindernisse mehr für die Tiere sein. Aus ehemaligen Fichtenforsten werden naturnahe Auwälder. Eine extensive Landwirtschaft wird gefördert.

Das von der Europäischen Union und dem Land NRW geförderte „Life+“-Projekt „Kalltal und Nebentäler“ wird von der Bio-Station des Kreises Düren und der Nachbarstation der Städteregion Aachen durchgeführt. Es kostet 2,8 Millionen Euro und wird zur Hälfte von der EU bezahlt. NRW übernimmt 1,28 Millionen, den Rest finanzieren die Gemeinde Hürtgenwald, der Kreis Düren und die Städteregion Aachen.

Bis zum 16. Juli

Die Ausstellung ist bis zum 16. Juli im Rathaus Kleinhau zu sehen. Anschließend wandert sie zum Nationalparktor Nideggen (18. Juli bis 12. August) und ins Kreishaus Düren (17. September bis 24. Oktober). Weitere Informationen können unter der Projekt-Homepage www.rurundkall.de abgerufen werden.

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