Lendersdorf - „Naturimpressionen“ im Hospiz am Sankt Augustinus Krankenhaus

„Naturimpressionen“ im Hospiz am Sankt Augustinus Krankenhaus

Von: mvb
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Eröffneten die Vernissage im Hospiz: Künstlerin Andrea Kasten und Dr. Herbert Wilmsen, Chefarzt der Neurologie. Foto: Marvin Bergs

Lendersdorf. „Naturimpressionen von Australien bis zur Eifel“ lautet der Name der Ausstellung, die seit vergangenem Samstag im Stationären Hospiz am Sankt Augustinus Krankenhaus in Düren-Lendersdorf zu sehen ist.

Gezeigt werden Werke der Dürener Künstlerin Andrea Kasten, die in ihren „farbigen Naturerinnerungen“ Eindrücke von Australiens Küsten bis zu den Wäldern und Wiesen der Eifel als Aquarelle, Pastell- und Acrylbilder festgehalten hat.

Vernissage, Ausstellung, Besucherverkehr – was zunächst wie ein ungewöhnliches Programm für ein Hospiz klingt, gehört zum ganzheitlichen Ansatz der Einrichtung, die mittlerweile 13 Gästen Platz bietet. „Wir versuchen, zwei Ausstellungen im Jahr auf die Beine zu stellen“, sagte Hospiz-Mitarbeiterin Ute Nebel, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung kümmert und die Ausstellung mit organisiert hat.

Die Kulturveranstaltungen des Hospizes seien einerseits Angebote für die Bewohner, andererseits aber auch eine gute Möglichkeit, den mit Ängsten und Vorurteilen behafteten Ort Hospiz ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Das sieht auch die Künstlerin so: „Sterben müssen wir alle, und der Tod gehört nun mal zum Leben dazu. Deshalb finde ich es gut, das Thema zu enttabuisieren und Menschen die Möglichkeit zu geben, sich dem Ort Hospiz in einem anderen Kontext zu nähern.“ Auch für die Bewohner des Hospizes bieten Kulturveranstaltungen einen großen Mehrwert, glaubt Kasten. „Ich denke, es ist wichtig, bis zum Schluss schöne Erinnerungen und positive Bilder mitzunehmen.“

„Naturimpressionen“ beschrieb Kasten, die als freiberufliche Malerin, Designerin und Fotografin wirkt und auch als Dozentin an der Lendersdorfer Kunstschule lehrt, als ein beständiges Thema in ihrem künstlerischen Schaffen. „Die Natur umgibt uns, lässt uns nicht los und gibt uns in auch in einer ständig unübersichtlicher werdenden Welt immer halt. In der Natur herrscht ein ewiges Kommen und Gehen, insofern passt das Thema besonders zu diesem Ort“, sagt Kasten.

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