Kermeter - Natter mit Messer aufgespießt

Natter mit Messer aufgespießt

Von: sis
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Kermeter. Hennig Walter war entsetzt: „Eine solche frevelhafte Tat ist bei uns im Nationalpark noch nicht vorgekommen.” Der Leiter der Nationalpark-Verwaltung war erbost: An einem Hinweisschild an einem Wanderweg hatte ein Unbekannter eine Ringelnatter mit einem langen Messer aufgespießt.

Ob das geschützte Tier schon tot war oder noch lebte, als der noch unbekannte Täter mit der dünnen spitzen Klinge am Ende des Holzgriffes an dem Wegweiser befestigte, soll nun mittels Obduktion festgestellt werden.

Hennig Walter am gestrigen Nachmittag gegenüber unserer Zeitung: „Wir haben natürlich auch Anzeige gegen Unbekannt gestellt.”

Ein Ehepaar aus Kommern bei Mechernich war bei der Wanderung durch den Kermeter in der Nähe der Urfttalsperre auf den Kadaver der Ringelnatter gestoßen: „Hier wurde ein durch Gesetz besonders geschütztes Tier mutwillig und sicher ohne Not getötet, sei es aus Unkenntnis oder Böswilligkeit. So etwas ist strafbar und treibt jedem Tierfreund die Zornesröte ins Gesicht”, erregte sich der 68-jährige Bildhauer und Maler Gerhard Lenz, der mit seiner Frau Traudel und Hund „Pinot Noir” unterwegs war.

Sehr erschrocken haben sich aber Eltern und Kinder, die mit Mitarbeitern der Düttlinger Wildnis-Werkstatt im Kermeter einen so genannten Familientag absolvierten. „Erwachsene wie Jungen und Mädchen waren sehr entsetzt”, wusste Hennig Walter zu berichten ob „der brutalen Sache” zu berichten.

Die Ringelnatter gehört zu den Tierarten, die als besonders geschützt gelten. Sie steht auf der Vorwarnstufe der gefährdeten Tierarten und darf weder gestört noch gefangen und vor allem nicht getötet werden. Ringelnattern ernähren sich überwiegend von Amphibien. Sie für den Menschen völlig ungefährlich.
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