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„Närrische Akademie“: Von alten Römern und anderen Kölnern

Von: sj
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Der Historiker und Kunsthistoriker Günter Leitner (rechts) schlüpfte bei der „Närrischen Akademie“ der „Närrischen Nord-Dürener“ in die Rolle des Lehrer Welsch.

Düren. Nur keine Müdigkeit vorschützen: Die Studenten der zehnten „Närrischen Akademie“ mussten am Sonntag im Dürener Haus der Stadt kräftig mitarbeiten. „Wir sind hier im Unterricht, nicht auf einer Erholungsparty“, stellte Günter Leitner gleich zu Beginn des Semesters augenzwinkernd klar.

Die „Närrischen Nord-Dürener“ hatten den Historiker und Kunsthistoriker für die Rolle des Lehrer Welsch gewonnen – und Leitner stieg gleich in den Unterricht ein. Und zwar in einen interaktiven Unterricht: Mit einem Funkmikrofon ausgerüstet suchte der Dozent immer das Gespräch mit den Studenten. Es durfte am Sonntag nicht nur gesungen werden – dies war sogar zentraler Teil der Prüfungen.

Günter Leitner erwies sich am Sonntagvormittag als profunder Kenner der Domstadt und des Wesens der Kölner. Beruflich leitet er ein Unternehmen, das Stadtführungen und Kölnwanderungen arbeitet. Der Lehrer Welsch des Jahres 2014 kommt also nicht nur in der Geschichte der Stadt viel herum.

Von der Gründung der Stadt durch die „pharmazeutisch sehr bewanderte“ Agrippina, die auf ihrem Weg mehrfach Ehemänner vergiftete bis zum modernen kölschen „Jeföhl“ ließ er tief in Geschichte sowie Befindlichkeit der Kölner blicken. Eine zentrale Anlaufstelle im Leben der Domstädter, das sogenannte „Büdchen“, gab es als lebensechten Nachbau auch auf der Bühne im Haus der Stadt zu bewundern. Samt sozialer Interaktion.

Abgerundet wurde der kurzweilige interaktive Unterricht von Kräften der „Närrischen Nord-Dürener“, den Hennefer Stadtsoldaten und Musikern, Pfundskerl Kai Kramosta und der Regenbogengrade der „K5“.

Dass im zehnten Jahr ihres Bestehens von 400 Plätzen nur knapp 300 belegt waren, ist für Dr. Herbert Schmidt, Präsident der „Närrischen Nord-Dürener“ und „Pedell“ der Akademie, kein Grund, um Trübsal zu blasen. Er freue sich vielmehr, dass sich zahlreiche Erstsemester eingeschrieben hatten. „Für die elfte Akademie habe ich schon einige Ideen“, sagte er.

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