Düren - Nach Überfall auf eine Nonne zu Freiheitstrafe verurteilt

Nach Überfall auf eine Nonne zu Freiheitstrafe verurteilt

Von: hp
Letzte Aktualisierung:

Düren. Sicherlich war bei den Tätern viel Alkohol im Spiel, als eine 80 Jahre alte Ordensfrau im Februar vergangenen Jahres im Adenauer-Park überfallen wurde.

Dennoch bleibt eine solche Tat ein Verbrechen, mit dem sich jetzt das Dürener Schöffengericht befasste. Bereits bei Prozessauftakt vor drei Wochen gaben sich die beiden Angeklagten weitgehend geständig.

Am Tattag gegen 18.30 Uhr hielten sich die inzwischen 24 und 23 Jahre alten Männer zusammen mit dem künftigen Schwager des 23-Jährigen im Adenauer-Park in Düren auf und tranken reichlich Bier. Vor Gericht war von je acht bis zwölf Flaschen die Rede. Irgendwann hatte der älteste des Trios der Nonne die Einkaufstasche weggerissen, so dass der Trageriemen der Tasche abriss und die Frau stürzte. Im Laufe des Abends hatte einer der Beteiligten die Tasche und Teile des Inhalts dem Opfer mit dem Hinweis, die Tasche gefunden zu haben, zurückgebracht.

Da besagter Schwager zum Zeitpunkt der Tat noch Heranwachsender war, wurde er vom Jugendgericht verurteilt. Am zweiten Verhandlungstag gegen die beiden erwachsenen Tatbeteiligten sollte er als Zeuge dazu beitragen, jene Ereignisse vom 23. Februar 2011 aufzuhellen.

Bei der Frage, inwieweit er selbst an der Tat beteiligt war, galt für ihn natürlich teilweise das Recht, die Aussage zu verweigern. Nachhaltig wies ihn die Vorsitzende Richterin Anne Utzelmann darauf hin, dass jedoch das, was er als Zeuge aussage, die Wahrheit sein müsse. Dennoch gingen die Schilderungen der geständigen Angeklagten und des Zeugen wesentlich auseinander.

Im Laufe der Hauptverhandlung hatte sich allerdings bereits ein weitgehend klares Bild ergeben, zumal sich die beiden jungen Männer bei der Ordensfrau für die Tat entschuldigt hatten. Das Gericht verurteilte den inzwischen 24 Jahre alten Haupttäter unter Einbeziehung einer früheren Verurteilung wegen Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten.

Der 23-jährige Komplize, in dessen Wohnung man sich nach dem Raub zum Teilen der Beute - 15 Euro, eine Flasche Wein, etwas Aufschnitt und ein Becher Joghurt - traf, wurde zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt, deren Vollstreckung zu Bewährung ausgesetzt wurde. Beide Urteile sind rechtskräftig.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert