Aachen/Düren - Nach Messerattacke wegen versuchten Mordes angeklagt

Nach Messerattacke wegen versuchten Mordes angeklagt

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Aachen/Düren. Knapp fünf Monate nach einer Messerattacke auf eine 31-jährige Dürenerin auf der Ursulinenstraße hat die Staatsanwaltschaft Aachen jetzt gegen einen 19-jährigen Dürener Anklage wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung erhoben.

Aufgrund ihrer Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeschuldigte am späten Abend des 26. Juli mehrfach mit einem Messer auf den Oberkörper und auf den Kopf der Frau eingestochen hat, die gerade mit ihrem Mann telefonierte und sich mit letzter Kraft in ein angrenzendes Restaurant am Bonner Platz retten konnte. Der Hintergrund der Tat ist noch ungeklärt.

Der 19-Jährige habe die Tat zwar im Verhör gestanden, erklärte Staatsanwalt Dr. Jost Schützeberg, aber keine Aussagen zum Motiv gemacht. Diese Frage müsse im Rahmen der Hauptverhandlung noch geklärt werden.

Bei der brutalen Attacke erlitt die 31-Jährige massive Stichverletzungen, unter anderem im Bereich der Lunge, der Nieren und des Gesichts. Sie musste zeitweise intensivmedizinisch behandelt werden und leidet nach Angaben der Staatsanwaltschaft bis heute an den psychischen Folgen des Übergriffs.

Neben der Messerattacke wirft die Staatsanwaltschaft dem 19-Jährigen drei weitere Überfälle vor, bei denen er Unbekannte in Düren mit einem Elektroschocker und mit Pfefferspray verletzt haben soll. Auch diese Taten hat der seit 4. August in Untersuchungshaft sitzende Mann zwischenzeitlich eingeräumt.

Wenn die von der Staatsanwaltschaft erhobenen Anklage von der Jugendkammer des Landgerichts Aachen zugelassen wird, ist bereits in Kürze mit einer Verhandlung zu rechnen. Bei einer Verurteilung droht dem 19-Jährigen eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren.
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