Nach dem Großbrand: Moderner Umschlagplatz für Müll entsteht

Von: Jörg Abels
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Die Verantwortlichen der AWA Entsorgung GmbH freuen sich: Nach vier Jahren kann die ausgebrannte Halle endlich ersetzt werden. Foto: Abels
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Beim Brand Anfang September 2012 wurde die Müll-Lagerhalle komplett zerstört. Foto: Abels

Hürtgenwald-Horm. Knapp vier Jahre nach dem Großbrand im Entsorgungs- und Logistikcenter (ELC) in Horm Anfang September 2012 hat die AWA mit dem Wiederaufbau begonnen. Der Abbruch der völlig ausgebrannten Halle der früheren Mechanisch-Biologischen Restmüllbehandlungsanlage hat bereits begonnen. Derzeit läuft der Antrag auf vorzeitige Baugenehmigung.

„Wenn alles glatt läuft, kann die neue Halle im ersten Quartal 2017 in Betrieb gehen“, erklärt Dr. Manfred Krieck, Technischer Leiter der AWA, der hofft, dass bis dahin auch die Betriebserlaubnis der Bezirksregierung Köln vorliegt.

Dass bis zum Neubau derart viel Zeit verstrichen ist, habe nicht an der Entsorgungsgesellschaft gelegen, versichert AWA-Geschäftsführer Ulrich Koch. Er spricht von aufwändigen Genehmigungsverfahren, vor allem aber von langwierigen Verhandlungen mit der Versicherung nach dem Brand. Jetzt aber ist klar, der rund drei Millionen Euro teure Neubau wird den Gebührenzahler nicht belasten. Das Gros der Baukosten wird über die Versicherungssumme gedeckt, der Rest aus dem Schrotterlös, betont Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der AWA Entsorgung GmbH.

Mit dem Neubau wird die Funktion des ELC Horm als zentrales Umschlagzentrum für Abfälle aus dem Dürener Südkreis, aus Eifelkommunen und Teilen der Städteregion Aachen gestärkt. Die neue Halle wird mit dem neuesten Stand der Technik ausgestattet, kündigen Spelthahn und Krieck an, so dass von der Anlage in Zukunft kaum noch Emissionen ausgehen werden. Dafür sorgen unter anderem ein Biofilter für die Abluft und eine Erfassung des beim Pressverfahren anfallenden Wassers.

Ein Neubau an anderer Stelle sei nie ein Thema gewesen. Zum einen sei der Standort Horm in der Bevölkerung akzeptiert, zum anderen sei ja nicht die komplette Anlage 2012 Opfer der Flammen geworden. Ein Teil der Hallen konnte weiter genutzt werden, so dass der Betrieb auch in der Zwischenzeit provisorisch aufrechterhalten werden konnte. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern werden in Zukunft rund 18.000 Tonnen Haus- und Sperrmüll zwischengelagert, bevor sie in die Müllverbrennungsanlage Weisweiler transportiert werden. Dazu kommt ein Lager für rund 31.000 Tonnen Bioabfall.

Und die neue Halle wird mit einem so hohen Sicherheitsstandard erstellt, dass die AWA-Verantwortlichen überzeugt sind, dass ein Großfeuer wie 2012 nicht noch einmal ausbrechen kann. Damals hatte sich verrottender Müll selbst entzündet. Für den Fall der Fälle wird aber eine Hochleistungslöschanlage eingebaut.

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