Düren - Nach 2168 Kilometern: Peter Schumacher kehrt nach Düren zurück

Nach 2168 Kilometern: Peter Schumacher kehrt nach Düren zurück

Von: bel
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Geschäftsführer Rolf Emmerich und Sylvia Wollerich, Leiterin des Therapiezentrums, hörten – wie die anderen Gäste – gerne den Geschichten Peter Schumachers zu. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Schon vor der Ankunft des 64-jährigen Peter Schumacher vor dem Therapiezentrum in der Glashüttenstraße in Düren hatten einige Rechenkünstler die wichtigen Zahlen parat:

2168 Kilometer von Riga nach Düren mit dem Fahrrad sind – auf drei Wochen verteilt – ungefähr 700 Kilometer pro Woche, circa 100 Kilometer am Tag! „Donnerwetter“, entfuhr es einem Wartenden, „das würde ich nicht mehr schaffen!“

Doch Peter Schumacher, leidenschaftlicher Radfahrer aus Derichsweiler, hat es geschafft. Nach drei Wochen stieg er Punkt 14 Uhr in der Glashüttenstraße 38 von seinem Bike. Fahrradkameraden hatten ihn an der Stadtgrenze von Düren in Empfang genommen. In Hannover hatte ihn sein Begleiter Fritz Jaax wegen eines Trauerfalls in der Familie verlassen müssen.

Gestartet war Peter Schumacher am 20. Mai in Riga. Von der Hauptstadt Lettlands ging es dann über Litauen und Polen nach Deutschland. In Düren erwarteten den Rückkehrer Verwandte, Freunde, der Vorstand des Zentrums und zahlreiche Therapeuten, Vertreter der Stadt und der Kirchen, Vertreter befreundeter Vereine, Organisatoren der „Radtour der Hoffnung“, Sponsoren.

„Der ganze Aufwand hier um meine Person ist mir irgendwie peinlich“, war einer der ersten Sätze aus Schumachers Mund, „wichtig ist die Hilfe für das Haus hier, sonst gar nichts!“

Die Leiterin der Einrichtung, Sylvia Wollerich, konnte die Summe verraten, die bis zum Zeitpunkt der Ankunft in Düren zusammengekommen war: 5119,50 Euro.

Eingesetzt werde das Geld für Umbaumaßnahmen, Therapiematerial und Weiterbildung der zurzeit neun Therapeuten, die wöchentlich um die 100 Klienten mit dem Krankheitsbild Autismus betreuen.

Liesel Koschorrek, stellvertretende Bürgermeisterin, würdigte die „Radtour der Hoffnung 2015“: „Ich bewundere die sportliche Leistung Peter Schumachers, die gepaart ist mit einem vorbildlichen sozialen Engagement für Menschen unserer Gesellschaft.“

Das eine oder andere Vorkommnis, das Peter Schumacher zum Besten gab, ließ die Leute schmunzeln. Schotterstraßen, Wege über Autobahnen, die im Niemandsland endeten, bewegten die Zwerchfelle.

Wenig erstaunt waren die Zuhörer, dass Schumacher auch ohne Schilder erkannt hatte, dass er in Deutschland war. Schon nach etwa zehn Minuten, berichtete er, hatten sein Begleiter und er ein Knöllchen, weil sie fälschlicherweise auf eine Autoschnellstraße geraten waren.

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